Niederösterreicher spielt in Kitz auch das Doppel

Thiem in Kitz nach Freilos gegen Ofner oder Qualifikanten

Samstag, 28. Juli 2018 | 16:55 Uhr

Beim ATP-250-Tennisturnier Generali Open in Kitzbühel könnte es bis zum Viertelfinale zu Österreicher-Duellen kommen. Denn nach der Auslosung am Samstag scheinen alle drei fix für den Hauptbewerb qualifizierten ÖTV-Spieler im ersten Viertel auf. Dominic Thiem hat als Nummer eins zunächst ein Freilos, die mit Wildcards ausgestatteten Sebastian Ofner und Dennis Novak treffen auf Qualifikanten.

Der Weltranglisten-Achte Thiem spielt im Achtelfinale am Mittwoch entweder erstmals auf der ATP-Tour gegen den Steirer Ofner (ATP-Nummer 151) oder einen Qualifikanten. Gewinnt Novak (ATP-137.), der im Wimbledon bis in die dritte Runde vorgedrungen war, sein Auftaktmatch, dann wartet der Gewinner des Duells zwischen Guillermo Garcia-Lopez (ESP) und Dusan Lajovic (SRB-8). Der Aufsteiger könnte im Viertelfinale auf Thiem, den Finalisten von 2014, treffen.

Neben Lajovic (ATP-63.), gegen den Thiem alle fünf bisherigen Matches gewonnen hat, sind in der Hälfte des Topfavoriten aus Niederösterreich auch der zweifache Kitz-Sieger Robin Haase (NED-4/ATP-38.) und der Deutsche Jan-Lennard Struff (GER-7/ATP-51.) gesetzt.

Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber hat wie die ersten vier der Setzliste zum Auftakt ein Freilos. Erster Gegner des in der Gamsstadt lebenden Deutschen ist entweder Federico Delbonis (ARG) oder ein Qualifikant. Turnierdirektor Alexander Antonitsch äußerte seine Hoffnungen nach der Auslosung: “Mein Wunschfinale heißt Thiem gegen Kohlschreiber. Ein Lichtenwörther gegen einen Kitzbüheler.”

Den ersten Einzel-Einsatz der fix qualifizierten Österreicher bestreitet Novak. Der 24-jährige Niederösterreicher bekommt es bereits am Montag im Hauptmatch um 17.00 Uhr mit einem Qualifikanten zu tun. “Das Los ist für mich okay. Aber man darf die Qualifikanten nie unterschätzen, weil sie schon zwei Matches in den Beinen haben”, sagte Novak.

Und da könnte es durchaus zu einem weiteren Österreicher-Duell kommen. Jurij Rodionov hat überraschend die erste Quali-Runde am Samstag mit einem 6:2,6:4 über den Letten Ernests Gulbis gewonnen. “Als ich die Draw gesehen habe, war ich geschockt und glücklich gleichzeitig. Ich war echt happy, dass ich auf dem Center Court spielen konnte. Ich habe unfassbar aufgeschlagen und voll klug gespielt”, lobte sich Rodionov für seinen Auftritt.

Der 19-jährige Aufsteiger blieb nach seinem Sieg noch auf der Anlage und beobachtete im dritten Satz seinen nächsten Gegner. Er misst sich am Sonntag mit dem Italiener Lorenzo Sonego (Rodionov dazu: “sicher machbar”) und steht im Falle eines weiteren Sieges erstmals im Hauptbewerb von Kitzbühel.

Für Ofner wird es aller Voraussicht nach am Dienstag ernst. Auch der Steirer, der aus dem Vorjahr ein Halbfinale zu verteidigen hat, trifft ja auf einen Spieler aus der Ausscheidung und könnte im Falle eines Sieges auf Topstar Thiem treffen. “Daran will ich jetzt noch gar nicht denken. Ich freue mich zunächst einmal, dass ich auf einen Qualifikanten treffen werde, denn die kenne ich eigentlich alle recht gut”, sagte Ofner, der aber das Duell mit Thiem herbeisehnt. “Zum ersten Mal gegen Dominic in einem Bewerbsmatch zu spielen, wäre dann natürlich Wahnsinn.”

Thiem reiste übrigens am Samstag per Privatjet nach Kitzbühel und wird wieder im Doppel an der Seite seines guten Freundes Novak antreten. Das Duo, das 2016 bis ins Finale vorgestoßen war, erhielt von Turnierdirektor Antonitsch eine Doppel-Wildcard. “Für die Fans bedeutet das, dass sie Dominic schon am Dienstag zu sehen bekommen werden”, meinte der Kärntner.

Von: apa