Greg van Avermaet triumphierte erstmals beim Klassiker Paris-Roubaix

Top-Favorit Avermaet entschied Paris-Roubaix für sich

Sonntag, 09. April 2017 | 18:56 Uhr

Der belgische Top-Favorit Greg van Avermaet hat am Palmsonntag die 115. Austragung des Rad-Klassikers Paris nach Roubaix gewonnen. Nach 257 km – 55 davon über das gefürchtete Kopfsteinpflaster – setzte sich der 31-Jährige im Sprint auf der offenen Rennbahn in Roubaix vor dem Tschechen Zdenek Stybar und dem Niederländer Sebastian Langeveld durch.

Olympiasieger Van Avermaet errang seinen ersten Sieg in einem der fünf großen Eintagesrennen. Vergangenen Sonntag hatte sich der Flame in der Flandern-Rundfahrt mit Platz zwei begnügen müssen.

Der slowakische Weltmeister Peter Sagan wurde durch gleich zwei Defekte aus der Entscheidung geworfen. Tom Boonen blieb es verwehrt, zum fünften Mal den Kopfsteinpflaster-Klassiker im Norden Frankreichs zu gewinnen und damit alleiniger Rekordsieger zu werden. Für den Belgier war es sein letztes Karriere-Rennen.

“Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich hätte nie gedacht, dass ich ein solches Rennen gewinnen kann. Ich bin überglücklich”, sagte Van Avermaet. Boonen landete von den Zuschauern gefeiert zum Ausklang seiner Karriere auf dem 13. Platz.

Auch die Fahrer zollten dem Klassikerspezialisten Respekt. “Er war mein Lieblingsfahrer, als ich mit 16 Jahren vor dem Fernseher saß”, sagte Peter Sagan. Bei Boonen fuhr auch Wehmut mit. “Ich werde dieses Rennen vermissen, aber ich bin glücklich mit meiner Entscheidung. Auch meine Familie freut sich, dass ich mehr zuhause bin.”

Wie üblich bei dem Kopfsteinpflaster-Klassiker beeinträchtigen auch diesmal Stürze und technische Defekte das Renngeschehen. So musste der Niederländer Niki Terpstra, der Sieger von 2014, nach einem Sturz bereits frühzeitig aussteigen. Bernhard Eisel (Dimension Data) kam mit 3:30 Minuten Rückstand auf Platz 36., Marco Haller (Team Katjuscha) mit 18:28 auf Rang 87.

Von: APA/sda