Megastar LeBron James führte Cleveland zum Sieg

Toronto nach 110:128-Heimdebakel gegen “Cavs” 0:2 zurück

Freitag, 04. Mai 2018 | 05:56 Uhr

Die Toronto Raptors haben am Donnerstagabend auch das zweite Eastern-Conference-Semifinale vor eigenem Publikum gegen NBA-Vizemeister Cleveland Cavaliers verloren. Nach der hauchdünnen 112:113-Niederlage im Overtime-Thriller am Dienstag setzte es diesmal ein 110:128-Heimdebakel für den Club des Wieners Jakob Pöltl, der damit 0:2 in der “best of seven”-Serie zurückliegt.

Es war bereits die achte Play-off-Niederlage en suite für Toronto gegen die “Cavs”, die einmal mehr von Basketball-Superstar LeBron James mit 43 Punkten, 14 Assists und acht Rebounds angeführt wurden. Pöltl kam 14:42 Minuten zum Einsatz und zeigte eine solide Leistung ohne Fehlwurf und Ballverlust. Der 2,13 m große Center verzeichnete insgesamt acht Punkte, zwei Defensiv-Rebounds sowie je einen Assist und Ballgewinn (Steal).

Die Serie übersiedelt nun für zwei Matches nach Cleveland, wo in der Nacht auf Sonntag und Dienstag (jeweils ab 02.30 MESZ) gespielt wird. Sollten James und Co. auch diese beiden Partien für sich entscheiden, dann würde Toronto dasselbe Schicksal wie im Vorjahr erleiden, als Cleveland mit einem 4:0-Sweep in der zweiten Play-off-Runde über den einzigen kanadischen NBA-Club hinweggefegt war. Die Raptors haben bisher noch nie den Aufstieg nach einem 0:2-Rückstand in einer Serie geschafft.

“Wir müssen am Samstag unbedingt gewinnen, das ist klar”, betonte Pöltl nach der zweiten Heimschlappe innerhalb von weniger als 48 Stunden. Seine erste “Schicht” im mit 20.127 Zuschauern ausverkauften Air Canada Centre dauerte 8:32 Minuten, in denen er sechs Punkte erzielte. Zu diesem Zeitpunkt lag Toronto noch mit 48:40 in Führung und baute diese bis zur 20. Minute dann zwischenzeitlich auf neun Punkte aus (56:47).

Doch danach übernahmen die Gäste aus Ohio langsam, aber sicher die Kontrolle über das Spiel. Zur Halbzeit führten die Raptors noch 63:61, gerierten aber nach einem 18:5-Run der Cavaliers schnell zweistellig in Rückstand (68:79/29.) und erholten sich von diesem Rückschlag nicht mehr. Clevelands höchste Führung betrug 23 Punkte (121:98/44.).

“Kurz vor der Pause hatten wir einen leichten Einbruch”, erklärte Pöltl. Und nach dem Wechsel habe man “den Beginn komplett verschlafen, das war an beiden Ende für ein Play-off-Spiel viel zu wenig”. Auch Toronto-Trainer Dwane Casey fand deutliche Worte: “Das waren heute nicht wir. So schlecht haben wir schon lange nicht mehr gespielt.”

Der 61-Jährige zeigte vor allem Unverständnis für die Leistung unmittelbar nach der Pause. “Das ist das Eastern-Conference-Semifinale. Wir können nicht im dritten Viertel rauskommen und einen 18:5-Run zulassen. Da muss man kämpfen, denn niemand hat Mitleid mit uns. Wir müssen beweisen, dass wir ein besseres Team sind als heute Nacht”, forderte Casey mit Blick auf Spiel drei. “Es geht jetzt um unsere Ehre.”

An den Bankspielern lag es jedenfalls nicht, dass die Raptors verloren. Pöltl und seine “Bench Mob”-Kollegen zeichneten für 42 Punkte verantwortlich und damit doppelt so viele wie die zweite Garnitur der Gäste. Aber die All-Stars der “Cavs” waren um Klassen besser. Während James und Kevin Love (31 Punkte/11 Rebounds) gemeinsam 74 Punkte erzielten, kamen bei den Raptors DeMar DeRozan (24) und Kyle Lowry (21/18 davon in der ersten Hälfte) gerade einmal auf 45.

“Kevin Love war phänomenal. Er hat uns ein Double-Double gegeben. Das war der All-Star, den wir kennen”, lobte James die Vorstellung seines Teamkollegen in den höchsten Tönen. Dazu unterliefen Cleveland auch nur drei Ballverluste – das ist Club-Rekord im Play-off -, Toronto dagegen elf, die zu 13 Punkten des Gegners führten.

Im zweiten Eastern-Conference-Semifinale steht es ebenfalls 2:0, nachdem Rekordmeister Boston Celtics sein zweites Heimspiel gegen die Philadelphia 76ers 108:103 gewonnen hat. Dabei waren die Gastgeber Mitte des zweiten Viertels bereits 26:48 zurückgelegen. Topscorer der “Kelten” war “Rookie” Jayson Tatum mit 21 Punkten, doch der Matchwinner hieß Terry Rozier. Der 24-jährige Guard kam auf 20 Punkte, neun Assists sowie sieben Rebounds und verzeichnete keinen einzigen Ballverlust. Philadelphia hat nun zweimal Heimrecht.

Von: apa

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