Pöltl bekam mit 29:08 Minuten so viel Spielzeit wie nie zuvor

Toronto Raptors verpassten im letzten Spiel 60. Saisonsieg

Donnerstag, 12. April 2018 | 15:48 Uhr

Die Toronto Raptors haben den Grunddurchgang der National Basketball Association (NBA) in der Nacht auf Donnerstag (MESZ) mit einem 109:116 n.V. bei Miami Heat beendet. Mit einer 59:23-Bilanz verpassten die Kanadier die Marke von 60 Siegen knapp. Erstrundengegner im Play-off sind ab dem Wochenende die Washington Wizards.

Im 82. und letzten Spiel der regulären Saison setzte Jakob Pöltl einige Akzente. Er bekam bei seinem insgesamt 136. NBA-Einsatz mit 29:08 Minuten so viel Spielzeit wie nie zuvor. Der Wiener nützte dies zu seinem vierten Double-Double in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga. Er verbuchte 16 Punkte und zwölf Rebounds, sechs davon am offensiven Brett. Außerdem gingen drei Steals und zwei blockierte Würfe auf das Konto des 22-jährigen Centers. Pöltl schaffte damit exakt 100 Blocks (1,2 pro Spiel) und war im NBA-Grunddurchgang somit einer von nur 15 Spielern mit einem dreistelligen Wert in dieser Kategorie.

In der American Airlines Arena sorgte der 2,13 Meter große Center mit einem Tip-in bei noch 8,4 Sekunden Spielzeit für das 105:105 und damit für die Verlängerung. In der Extra-Periode hatten die Gastgeber aus Florida dann den klar längeren Atem. “Ab jetzt gilt die Konzentration unserem Erstrunden-Gegner Washington”, ließ Pöltl vor dem Heimflug nach Toronto wissen. Die Kanadier wurden im letzten Spiel der regulären Saison von Kyle Lowry angeführt, der mit 28 Punkten, zehn Rebounds und neun Assists knapp ein Triple-Double verpasste. Bei Miami war Guard Wayne Ellington (32) erfolgreichster Scorer.

Der NBA-Grunddurchgang ist mit insgesamt zwölf Spielen zu Ende gegangen. Als letztes Team qualifizierten sich die Minnesota Timberwolves durch ein 112:106 n.V. gegen den direkten Konkurrenten Denver Nuggets für das Play-off. Die Entscheidung hätte kaum spannender sein können.

Torontos Erstrundengegner Washington unterlag zum Abschluss bei Orlando Magic 92:101. Die Philadelphia 76ers feierten indes mit einem 130:95 gegen die Milwaukee Bucks den 16. Sieg in Serie und bauten damit ihren Club-Rekord weiter aus.

Besser als Toronto bilanzierten im zu Ende gegangenen Grunddurchgang nur die Houston Rockets (65:17). Die Texaner unterlagen zum Abschluss ohne ihre Stars bei den Sacramento Kings 83:96.

Die New York Knicks trennten sich unmittelbar nach Ende des Grunddurchgyangs von ihrem Cheftrainer Jeff Hornacek. Hornacek wurde von Vereinspräsident Steve Mills und Geschäftsführer Scott Perry nach dem Auswärtsspiel seiner Mannschaft in Cleveland über die Kündigung informiert, wie mehrere amerikanische Medien am Donnerstag berichteten.

Die Knicks hatten das Spiel gegen Vorjahresfinalist Cleveland Cavaliers zwar mit 110:98 gewonnen, das Saisonziel NBA-Play-offs mit 29 Siegen und 53 Niederlagen aber klar verpasst. Hornacek hatte die Knicks im Juni 2016 übernommen. Schon in der ersten Saison unter ihm konnten die Knicks die Play-offs nicht erreichen. In dieser Saison fiel Hoffnungsträger Kristaps Porzingis langfristig aus. Der 22-jährige Lette zog sich im Februar einen Kreuzbandriss zu.

Nach Hornacek kam es zu einer weiteren Trainerentlassung: Orlando Magic feuerte Headcoach Frank Vogel, dessen Team in der aktuellen Saison bei 57 Niederlagen nur 25 Siege gefeiert hat, nach zwei Saisonen. Orlando war allerdings in der nun für die Magic beendeten Saison von einer Verletzungsserie geplagt: Insgesamt 227 Spiele sind wegen Verletzungen oder Erkrankungen von Spielern versäumt worden.

Play-off-Duelle der ersten Runde (Best-of-seven) – Eastern Conference: Toronto Raptors (1) – Washington Wizards (8), Boston Celtics (2) – Milwaukee Bucks (7), Philadelphia 76ers (3) – Miami Heat (6), Cleveland Cavaliers (4) – Indiana Pacers (5) – Western Conference: Houston Rockets (1) – Minnesota Timberwolves (8), Golden State Warriors (2) – San Antonio Spurs (7), Portland Trail Blazers (3) – New Orleans Pelicans (6), Oklahoma City Thunder (4) – Utah Jazz (5).

Von: apa