Tränen zum Abschied bei Lionel Messi

Tränen zum Abschied: Messi sagte Lebewohl zum FC Barcelona

Sonntag, 08. August 2021 | 14:39 Uhr

Das in Barcelona Unvorstellbare ist passiert: Lionel Messi hat seinem Langzeitclub Lebewohl gesagt. “Heute muss ich tatsächlich auf Wiedersehen sagen”, sagte der 34-Jährige zu Beginn einer Pressekonferenz im Auditorium des Camp Nou. 21 Jahre hat er für den FC Barcelona gespielt. Schon zu Beginn seiner Abschiedsrede flossen Tränen. “In den vergangenen Tagen habe ich viel nachgedacht, was ich eigentlich sagen kann. Die Wahrheit ist: Mir fällt einfach nichts ein”, sagte Messi.

Angaben zu seinem neuen Club machte der Superstar am Sonntag nicht, er betonte aber, dass er eigentlich bleiben wollte. Messi bestätigte die Worte von Clubchef Joan Laporta, dass eine Einigung erzielt wurde, der neue Vertrag aufgrund der Beschränkungen der spanischen Liga aber nicht zustandekommen konnte. Die Kunde über die Trennung habe er nicht kommen sehen.

“Meine Familie und ich waren überzeugt, dass wir hier zuhause bleiben. Das ist, was wir mehr als alles andere wollten”, meinte Messi. Über den Moment, als ihn Laporta über die Trennung informiert habe, sagte er: “Es war, als ob mein Blut gefriert. Ich war sehr traurig, es war sehr schwer, das zu fassen.” Er müsse mit seiner Familie – mit Ehefrau Antonella Roccuzzo hat Messi drei Söhne – nun ein neues Leben beginnen.

Beim minutenlangen Applaus nach seiner Rede brach der Superstar erneut in Tränen aus. Viele seiner langjährigen Teamkollegen wie Gerard Pique, Jordi Alba, Xavi und Carles Puyol sowie der aktuelle Trainer Ronald Koeman waren beim Medientermin dabei. Auch der im Sommer von Rapid geholte Yusuf Demir saß im Auditorium und klatschte nach dem offiziellen Teil mit Messi ab. Davor hatten sich hunderte Fans vor dem Camp Nou versammelt. Polizisten hatten eine Gasse zum Haupttor freihalten müssen. 2000 war Messi als 13-Jähriger nach Barcelona gekommen. Beim Verein stellte er Rekorde wie die Torausbeute von 682 Treffern auf. Seine 35 Titel mit dem Club standen aufgereiht neben dem Podium.

“Es ist so schwer für mich. Ich war mein ganzes Leben hier, ich bin nicht bereit dafür”, sagte Messi. “Das ist einer der schwersten Momente für mich.” Er bestätigte, dass er angeboten habe, auf die Hälfte seines Gehaltes zu verzichten. Auch das reichte nicht. Der FC Barcelona ist mit über einer Milliarde Euro verschuldet, die Liga hat den Vereinen Gehaltsobergrenzen aufgelegt. Selbst ohne Messi sei dieser schwer zu erreichen, sagte Laporta am Freitag.

Messi sagte auch: “Spieler kommen und gehen, der Club ist das Wichtigste. Die Leute werden sich daran gewöhnen, auf mich zu verzichten, wie es bei allem passiert.” Wenn er sich einen Abschied hätte vorstellen können, dann in einem vollen Stadion. Dies sei zu Corona-Zeiten aber nicht möglich. Wohin es nun gehen wird, wollte er nicht konkret beantworten. “Ich hatte viele Anrufe, nachdem die Presseerklärung raus ging”, sagte der sechsmalige Weltfußballer. Bisher sei aber nichts vereinbart.

Der 34-Jährige wird mit dem französischen Spitzenclub Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht, die Verhandlungen sind Medienberichten zufolge weit fortgeschritten. Laut “L’Equipe” sollte Messi womöglich noch am Sonntag den Medizincheck absolvieren, spätestens aber am Montag. Wie aus Frankreich berichtet wird, hat PSG für Dienstag den Eiffelturm gebucht. Der erstrahlte bereits bei der Verpflichtung von Neymar 2017 in den Clubfarben.

Paris sei eine “Möglichkeit”, meinte Messi nur. Nach knapp 40 Minuten war die Pressekonferenz beendet. Messi lächelte kurz in Richtung seiner Familie, seiner Frau und seinen drei “katalanisch-argentinischen Jungs”. Denn nahm er seine ehemaligen Mitspieler in die Arme.

Sollte er wirklich nach Paris wechseln, soll dies mit Erfolgen einhergehen. “Ich will die Champions League wieder gewinnen”, sagte Messi. Dies habe er auch mit Barcelona noch als möglich erachtet. “So lange es mir möglich ist, will ich weiter um Titel kämpfen”, betonte der Stürmer.

In Paris spielt ein Weltklasse-Team zusammen. Neymar, der angeblich von Real Madrid umworbene Kylian Mbappe, Italiens Europameister Gianluigi Donnarumma und Marco Verratti sowie Ex-Real-Ikone Sergio Ramos. Dazu eine argentinische Fraktion mit Angel di Maria, Leandro Paredes, Mauro Icardi und Trainer Mauricio Pochettino.

Von: APA/Reuters/dpa

Kommentare

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18 Kommentare auf "Tränen zum Abschied: Messi sagte Lebewohl zum FC Barcelona"


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ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
1 Monat 10 Tage

Mir kommen auch die Traenen, 
wenn ich bedenke was ein Arbeiter*in verdient, und was Messi nur in einem Jahr verdient! 😭😢😍

@
@
Superredner
1 Monat 10 Tage

Von nix kommt nix.Was Messi für sein Geld geleistet hat,war jeden Euro werd. Bei den Summen welche die Spieler verdienen, wird oft vergessen welche Unsummen dur Umwegrentabilität wieder in die Staatskasse fließen

PuggaNagga
1 Monat 10 Tage

Stichwort Steuerhinterziehungen und Staatskasse.
Diese Fußballer haben zu oft Steuern hinterzogen. Ob das dann trotzdem der Allgemeinheit zu gute kommt?

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

@PuggaNagga

Der Messi hat ja nich Steuern hinterzogen, er hat nur (ohne zu lesen) die Zettel unterschrieben die ihm der Tata hingelegt hat… Hoppala!

Siegerlaender
Siegerlaender
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Das ist ja ein Witz.

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
1 Monat 9 Tage

pugganagga

aber sicher! LOL

PuggaNagga
1 Monat 10 Tage

Er wollte nicht gehen?
Hätte er mal auf die hunderten Millionen verzichten sollen.
Mein Mitleid beläuft sich auf Null.
Diese Fußballer sind derartig unsympathisch und arrogant, fernab von jeder Realität.
Millionen kassieren und durchschnittliche Leistungen erbringen. Und da gibt es die dummen Fans die dieses Kasperltheater finanzieren.

Spencer
Spencer
Tratscher
1 Monat 10 Tage

verwöhnte kinder seins leimer. Um Fuaßboll geats schun long nimmer

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

…er hätte ja können mal ein Jährchen gratis spielen…
🤪

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Die Scheich-Millionen werden ihnschon trösten

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Weint er den Millionen nach?

EQ
EQ
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Der hatte doch die Krise mit dem Club letztes Jahr selbst eingeleitet..

Mr.X
Mr.X
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Wenns olm lei ums Geld geat braucher net long plärren. Mit 1/10 von sein Geholt hetr a kennt bleiben, ober de hom jo nia genua.

xXx
xXx
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Reine Heuchelei. Dieser Club hat im in den letzten 21 Jahren alles gegeben und zum wohl reichsten Fußballer der Geschichte gemacht, natürlich hat er dem Club genausoviel zurückgegeben, er hat aber auch einen großen Anteil an der miesen Finanzlage des Clubs.
Wäre er wirklich Loyal und nicht Geldgeil, so wie die meisten Fußballer, würde er für ein Jahr um einen Symbolischen € spielen und den Club damit retten.
Es würde ihn nicht arm machen, alle privaten Sponsorings liefen auch weiter und er würde dadurch zu einer echten Legende.

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
1 Monat 9 Tage

xxx

so ist es, es geht nur ums Geld, alle gleich diese Geldgeilen Fussballer!

Siegerlaender
Siegerlaender
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Krokodilstränen; mehr ist das nicht. Morgen küsst er das Vereinsemblem von SG Paris und alles von Barcelona ist vergessen.
Hauptsache die Berater verdienen daran genug.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Jo konn er olm Waschpulver Werbung mochn wia der Totti!

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Mit den ganzen Millionen, die er verdient hat, hat er es nicht geschafft, siche selber ein Taschentuch in den Hosensack zu stecken…
Ein sehr aussagekräftiges Bild, wie ihm seine Frau eine reichen musste…

Armer Tropf, kann einem nur leid tun…

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