Der Clubchef war bei den Leicester-Fans überaus beliebt

Trauer bei Leicester City nach Unfall-Tod von Club-Boss

Montag, 29. Oktober 2018 | 10:26 Uhr

Die mittelenglische Provinzstadt Leicester hat dem thailändischen Milliardär Vichai Srivaddhanaprabha viel zu verdanken. Jetzt herrscht beim Fußball-Club Leicester City nach der offiziellen Bestätigung des Todes des Besitzers tiefe Trauer. Wie am Sonntagabend offiziell wurde, kam Srivaddhanaprabha bei einem Hubschrauberabsturz nahe des Stadions tags zuvor ums Leben.

“Du hast den Fußball verändert. Für immer!”, schrieb Leicesters Torhüter Kasper Schmeichel auf Twitter. Der Däne erinnerte an den sensationellen Gewinn der Premier League 2015/16. Schmeichel war einer der ersten am Unglücksort, berichteten Augenzeugen dem Sender BBC. Ein Polizist habe noch versucht, die Scheibe des brennenden Helikopters einzuschlagen und den Insassen zu helfen, schrieb die “Daily Mail”. Jedoch seien die Flammen zu stark gewesen, er musste sich selbst in Sicherheit bringen.

Leicesters Stürmerstar Jamie Vardy schrieb: “Für mich bist du eine Legende, ein unglaublicher Mann, der ein großes Herz hatte, die Seele von Leicester City.” Österreichs ehemaliger Teamkapitän Christian Fuchs twitterte ein Bild von sich mit einem lächelnden Srivaddhanaprabha und den Worten: “Thank you”. Ein für Dienstag geplantes Spiel von Leicester im englischen Ligacup gegen Southampton wurde abgesagt.

Unter Anhängern von Leicester war Srivaddhanaprabha überaus beliebt. Im August 2010 hatte er den damaligen Zweitligisten gekauft. Im Februar 2011 übernahm er dazu das Amt des Präsidenten. Mit seinen umfangreichen Investments trug er zu Leicesters sportlichem Aufschwung bei. In der Saison 2013/2014 feierte der Club als Tabellenerster die Rückkehr in die Premier League.

Nach dem Titelgewinn 2016 löste Srivaddhanaprabha ein Versprechen ein und beschenkte 19 Spieler mit Luxusautos im Wert von jeweils rund 100.000 Pfund (112.765 Euro). An seinem Geburtstag spendierte er den Fans im Stadion regelmäßig Bier und Kuchen.

Hunderte Menschen hatten am Tag nach dem tragischen Hubschrauberunglück beim Stadion des englischen Erstligisten Blumen, Fan-Schals und Trikots niedergelegt. Insgesamt fünf Menschen kamen ums Leben, teilte der Verein am Sonntagabend mit. Die Ursache des Unglücks war zunächst nicht bekannt. Augenzeugen berichteten von einem plötzlichen Stillstand des Heckrotors, kurz nachdem der Hubschrauber im Stadion abgehoben hatte. Die Maschine sei unkontrolliert abgestürzt. Auch Experten gingen von einem Ausfall des Heckrotors aus.

Von: APA/dpa

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