Trainer Gregoritsch spielt mit seiner Elf auf den Faröern

U21-Team im Kampf um EM-Start in der Rolle des Beobachters

Mittwoch, 05. Oktober 2016 | 16:13 Uhr

Österreichs U21-Nationalteam ist im Rennen um die Teilnahme am Play-off zur EM 2017 in der Rolle des Beobachters. Die vier besten Zweiten der neun Gruppen erreichen die letzte Qualifikationsphase. Die ÖFB-Auswahl hat Platz zwei hinter den souveränen Deutschen bereits sicher, ein direktes Duell um die Tabellenspitze am letzten Spieltag am kommenden Dienstag in St. Pölten scheint unrealistisch.

Die bei acht Siegen in acht Spielen haltenden Deutschen müssten Freitagabend zu Hause gegen den Fünften Russland schon Punkte lassen, um es unfreiwillig noch einmal spannend zu machen. Bereits zuvor sind die fünf Zähler hinter dem Spitzenreiter liegenden Österreicher im Auswärtsspiel auf den Färöern (16.30 Uhr MEZ) im Einsatz.

Die Inselkicker aus dem Norden sind fixes Schlusslicht, Zähler gegen sie werden in der Endabrechnung der Gruppenzweiten damit laut UEFA-Reglement nicht eingerechnet. Für den Weg ins Play-off entscheidend könnte werden, welche Resultate die übrigen Spiele der Ausscheidung bringen. Neben Gastgeber Polen haben sich bis dato Dänemark und Portugal für die erstmals mit zwölf Nationen ausgetragene EM qualifiziert.

U21-Teamchef Werner Gregoritsch trat die Reise nach Toftir mit seiner Mannschaft am Mittwoch an. Die Färöer-Kicker bezeichnete er als unangenehmen Gegner. “Das haben wir im Heimspiel zu spüren bekommen”, erinnerte Gregoritsch an das mühevolle 1:0 in Wien. “Die Mannschaft ist sehr robust und zweikampfstark und pflegt ein schnelles Umschaltspiel. Auch aus Standards werden sie immer wieder gefährlich. Dazu kommen auch die äußeren Bedingungen mit starkem Wind sowie der Kunstrasen”, meinte Gregoritsch. Dennoch sei die Qualität seiner Spieler hoch genug, um sich darauf einstellen zu können.

Verzichten muss Gregoritsch aber auf mehrere Akteure. Hinspiel-Torschütze Ylli Sallahi und Xaver Schlager sind krank, Konrad Laimer trat die Reise wegen muskulärer Probleme nicht an. Über seinen Einsatz gegen Deutschland wird erst entschieden. Ebenso nicht mit von der Partie ist Kapitän Dominik Wydra, der eine Gelbsperre absitzen muss. Alexander Schlager und Christian Gartner sind verletzt, Arnel Jakupovic und Maximilian Wöber für die U19 in der EM-Qualifikation im Einsatz. Sascha Horvath fehlt nach einer Angina, kurzfristig fiel Ersatztorhüter Markus Kuster mit einer Fußprellung aus.

Von: apa