Martin Fourcade eine Klasse für sich

Überlegener Verfolgungssieg von Martin Fourcade in Tjumen

Samstag, 24. März 2018 | 16:17 Uhr

Martin Fourcade hat nach der Fixierung seines siebenten Biathlon-Gesamtsieges in Folge am vorletzten Tag der Weltcup-Saison noch einmal zugeschlagen. Der Franzose gewann am Samstag in Tjumen in Russland die Verfolgung durch einen Start-Ziel-Sieg und 47,9 Sekunden vor dem Norweger Johann-Thignes Bö. Der Salzburger Simon Eder wurde Achter. Bei den Damen siegte Kaisa Mäkäräinen.

Der mit einem aus seinem Sprint-Sieg resultierenden Bonus von 33,2 Sek. in die Konkurrenz gegangene Fourcade zog an der Spitze einsam seine Kreise. Seinen einzigen Fehlschuss leistete sich der 29-Jährige bei mehr als einer Minute Vorsprung beim letzten der vier Schießen. Trotz Strafrunde lief er locker zu seinem neunten Saisonsieg sowie seinem 70. im Weltcup. Den Verfolgungs-Weltcup entschied Fourcade 32 Punkte vor J. T. Bö vor sich, Eder belegte als bester Österreicher Rang neun.

Bei recht starkem Wind war Eder mit seiner Leistung zufrieden. “Es war alles andere als leicht”, meinte er mit Hinweis auf die Bedingungen. “Dass ich in der Schlussrunde noch drei Plätze gutmachen konnte, ist natürlich gut für das Selbstvertrauen. Jetzt hoffe ich für morgen (Massenstart) auf einen tollen Saisonabschluss.”

Von Rang 27 aus bot der 35-jährige Eder eine starke Leistung, nur ein Schießfehler brachte ihn noch in die Top Ten (+2:11,4). Für ihn und Julian Eberhard wartet am Sonntag über 15 km mit Massenstart der letzte internationale Saison-Einsatz. Eberhard verpatzte die Verfolgung von Platz 15 aus gestartet, er wurde nach acht Schießfehlern lediglich 33. (+4:10,5). Daniel Mesotitsch (4/5:39,1) und Felix Leitner (8/6:03,9) wurden 43. bzw. 48.

Während der Südtiroler Lukas Hofer als einziger in den Top Ten ohne Schussfehler blieb und dafür mit Endrang drei belohnt wurde (+1:08,4 Min.), hatte Dominik Landertinger auf einen Start verzichtet. Der 30-jährige Tiroler entschied nach dem Aufwärmen wegen eines starken Hustenreizes nicht anzutreten. Es bestand Verdacht auf eine Bronchitis-Erkrankung.

In der Damen-Konkurrent übernahm Kaisa Mäkäräinen mit ihren Sieg die Führung im Gesamtweltcup. Die Finnin gewann am Samstag in Tjumen in Russland ein spannendes Verfolgungsrennen und hat vor dem Finale mit einem Massenstartbewerb über 12,5 km am Sonntag fünf Punkte Vorsprung auf die Slowakin Anastasiya Kuzmina. Lisa Theresa Hauser wurde Verfolgungs-15.

Sie und ihre Teamkolleginnen Katharina Innerhofer sowie Julia Schwaiger bestätigten ihre Sprint-Leistungen vom Vortag, alle holten Weltcuppunkte. Hauser war als 13. in die Konkurrenz gestartet, verlor zwei Plätze (3/1:39,0). Innerhofer blieb 23. (4/2:35,1), Schwaiger verbesserte sich um sieben Positionen auf Rang 26 (3/2:52,2). “Für ein besseres Ergebnis hätte ich bei der letzten Serie mit einem Nuller durchkommen müssen”, resümierte Hauser. “Aber nichtsdestotrotz bin ich nicht unzufrieden.”

Mäkäräinen wies zwar zwei Fehlschüsse und damit um einen mehr als die zweitplatzierte Französin Anais Bescond (+0,2 Sek.) und die drittplatzierte Deutsche Laura Dahlmeier (17,5) auf. Entscheidend war aber, dass die Skandinavierin beim letzten Schießen fehlerfrei blieb. Damit setzte sie sich von Rang vier aus knapp an die Spitze, nur Bescond konnte im Finish noch mithalten. Der Verfolgungs-Weltcup ging an die diesmal sechstplatzierte Kuzmina vor Mäkäräinen und Dahlmeier.

Von: apa