UEFA-Präsident Alexander Ceferin

UEFA-Präsident über WM-Einsatz von Videobeweis besorgt

Mittwoch, 18. April 2018 | 16:21 Uhr

UEFA-Präsident Alexander Ceferin hat sich erneut kritisch zum Einsatz des Videobeweises bei der kommenden Fußball-WM in Russland geäußert. “Ich habe Bedenken wegen der Weltmeisterschaft, weil wir Schiedsrichter dabei haben, die noch nie mit dem Videobeweis gearbeitet haben”, sagte Ceferin in einem Interview mit der italienischen Zeitung “Gazzetta dello Sport”.

Anfang März beschloss ein Gremium aus Vertretern der FIFA und des International Football Association Board (IFAB), dass der Videobeweis Teil des Regelwerks bei der WM von 14. Juni bis 15. Juli sein wird. “Ich hoffe es gibt keine Skandale oder Probleme”, meinte Ceferin, der einen Video-Einsatz in der kommenden Champions-League-Saison bereits ausschloss. “Es ist zu früh für den Videobeweis. Wir werden ihn eines Tages in der Champions League haben, aber es gibt keine Eile.”

Die Videobeweis wird bereits in einigen europäischen Ligen genutzt, wie etwa der italienischen Serie A oder der deutschen Bundesliga. Laut der IFAB konnte die Anzahl an Fehlentscheidungen dadurch bereits verringert werden. Ceferin ist der Ansicht, dass der Videobeweis etwa bei den jüngsten CL-Viertelfinalpartien rund um den umstrittenen Elfmeter Real Madrids gegen Juventus Turin keinen Unterschied gemacht hätte. “Was hätte sich geändert? Nichts. Ich habe es mir 50 mal angesehen. Für die Hälfte der Leute war es ein Elfmeter, für die andere nicht.”

Von: APA/ag.