Die Amerikanerin im blauen Dress passierte als Erste die Ziellinie

US-Amerikanerin Bowie gewann 100-m-WM-Gold

Montag, 07. August 2017 | 05:38 Uhr

Olympiasiegerin Elaine Thompson hat ihr erstes WM-Einzelgold deutlich verpasst. Die Saison-Dominatorin über 100 m landete im Olympiastadion von London nur an der fünften Stelle. Wie bei den Männern ging der Kurzsprint damit an die USA, Tori Bowie gewann das Herzschlagfinish in 10,85 Sekunden vor Marie-Josee Ta Lou von der Elfenbeinküste (10,86) und der Niederländerin Dafne Schippers (10,96).

Die 25-jährige Thompson war nach vier Siegen in der Diamond-League in diesem Jahr als Topfavoritin gehandelt worden und reiste ungeschlagen zur WM. Dort bezog sie nach der schnellsten Halbfinalzeit im Finale eine schwere Niederlage. Der Bewerb ging in Abwesenheit der Titelverteidigerin und siebenfachen Weltmeisterin Shelly-Ann Fraser-Pryce in Szene, die sich auf die Geburt ihres ersten Kindes vorbereitet.

Der Stabhochsprung der Frauen wurde eine Beute der Griechin Ekaterini Stefanidi, die nach dem Olympiasieg nun auch die erste WM-Goldmedaille eingeheimst hat. Stefanidi triumphierte mit der Jahresweltbestleistung von 4,91 m vor Sandi Morris aus den USA (4,75) und den Ex-aequo-Dritten Robeilys Peinado aus Venezuela und Yarisley Silva aus Kuba (je 4,65). Im Kugelstoßen der Männer setzte sich der Neuseeländer Tomas Walsh mit 22,03 m vor dem US-Amerikaner Joe Kovacs mit 21,66 und dem Kroaten Stipe Zunic mit 21,46 durch.

Erstmals bei einer WM waren beide Marathons an einem Tag ausgetragen worden. Start und Ziel waren auf der Tower Bridge, ein Rundkurs entlang vieler Sehenswürdigkeiten war viermal zu absolvieren. Das spannende Frauenrennen gewann Rose Chelimo in 2:27:11 Stunden. Die für Bahrain startende gebürtige Kenianerin setzte die entscheidende letzte Tempoverschärfung kurz vor dem Ziel. Edna Kiplagat, Weltmeisterin von 2011 und 2013, musste sich sieben Sekunden zurück mit Silber begnügen. Bronze ging an die US-Amerikanerin Amy Cragg (2:27:18).

Bei den Männern sicherte sich der Kenianer Geoffrey Kirui in 2:08:27 den Titelgewinn. Der 24-Jährige Kirui setzte sich in 2:08:27 vor dem Äthiopier Tamirat Tola (2:09:49) und Alphonce Simbu aus Tansania (2:09:51) durch. “Es ist der beste Moment meiner Karriere”, sagte Kirui, der im Frühjahr in Boston gewonnen hat. Der Österreicher Valentin Pfeil landete in 2:16:28 Stunden an der 23. Stelle und war damit achtbester Europäer.

Von: apa

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