Lilly King fixierte zehnten Weltrekord der Titelkämpfe

US-Star Dressel egalisierte mit 7. WM-Gold Phelps-Rekord

Sonntag, 30. Juli 2017 | 20:45 Uhr

Die USA haben bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest einen neuen Medaillenrekord aufgestellt. Mit insgesamt 38 Podesträngen in den Beckenbewerben übertrafen sie ihre eigene Rekordausbeute der Titelkämpfe 1978 und 2007 um zwei Medaillen. Zum erfolgreichsten Teilnehmer wurde Calaeb Dressel mit siebenmal Gold. So viele hatte davor nur Michael Phelps 2007 errungen.

Am Finaltag holte das US-Team zwei Weltrekorde sowie vier von acht Goldenen und schloss die Titelkämpfe mit 18 Schwimm-Titeln ab. Den Anfang machte Lilly King mit ihrem Brustsprint-Sieg. In 29,40 Sek. drückte sie den Weltrekord von 2013 der diesmal viertplatzierten Litauerin Ruta Meilutyte um 8/100. Silber ging an Julia Jefimowa (29,57), für die Russin ist bei zweimal Gold die fünfte WM-Medaille in diesem Bewerb in Folge.

Dressel siegte in der Duna Arena über 50 und 100 m Kraul, 100 m Delfin sowie mit vier Staffeln. Nummer sieben ließ der 20-Jährige in der Lagenstaffel als Delfin-Schwimmer folgen. Mit Matt Grevers, Kevin Cordes und Nathan Adrian gewann Dressel in 3:27,91 Min. Das US-Damen-Lagen-Quartett siegte mit Weltrekord elf dieser Titelkämpfe. Kathleen Baker, Lilly King, Kelsi Worrell und Simone Manuel kamen auf 3:51,55 Min.

Über 400 m Lagen sorgte Chase Kalisz in 4:05,90 primär durch seine Stärke in der Brustlage für einen weiteren US-Sieg. Er steht nun in einer Reihe mit seinen Landsleuten Michael Phelps und Ryan Lochte sowie den Ungarn Tamas Sarnyi und Andras Hargitay. Sie alle haben an einem WM-Schauplatz über beide Lagen-Distanzen gesiegt. Zudem komplettierte Kalisz nach Silber 2013 und Bronze 2015 seinen Medaillensatz.

Die 400 m Lagen der Damen gingen unter dem Jubel der Zuschauer an Katinka Hosszu. Die Lokalmatadorin hatte schon über 200 m Lagen gesiegt und sorgte damit für Ungarns einzige Titel bei diesen Titelkämpfen. Hosszu holte in 4:29,33 Minuten als Erste ein viertes WM-Gold auf dieser Distanz. Sie hält bei im Damenfeld sonst unerreichten 13 Einzel-WM-Medaillen bzw. sieben Lagen-WM-Titeln, soviel hat sonst auch kein Herr.

Im Kraulsprint sicherte sich die Schwedin Sarah Sjöström ihr insgesamt siebentes WM-Gold, das erste nicht im Delfin-Stil. In 23,69 Sekunden verfehlte die 23-Jährige ihren Weltrekord vom Vortag im Semifinale um nur 2/100. Mit der Niederländerin Ranomi Kromowidjojo (23,85) und der 100-m-Siegerin Simone Manuel aus den USA (23,97) blieben erstmals in einem Rennen drei Damen unter der 24-Sekunden-Marke.

Camille Lacourt wiederum errang das einzige Gold Frankreichs in der Duna Arna. Er gewann als überhaupt Erster im Rücken-Sprint zum dritten Mal in Folge und ist mit fünf Titeln nun der erfolgreichste Franzose der WM-Geschichte. Nach seinen Triumphen 2013 und 2015 setzte sich der 32-Jährige in 24,35 Sek. 16/100 vor Junya Koga durch. Seine bisherigen zwei WM-Medaillen hatte der Japaner vor achten Jahren in Rom geholt.

Über 1.500 m Kraul der Herren siegte wie im Vierjahresrhythmus seit 2001 der Vorjahres-Olympiasieger. Der Italiener Gregorio Paltrinieri hängte den ihm lästigen Michailo Romantschuk letzlich ab, verteidigte seinen Titel in 14:35,85 um 1,29 Sek. vor dem Ukrainer mit Erfolg. Der Österreicher Felix Auböck war im Vorlauf Zwölfter geworden. Die 18. Schwimm-Weltmeisterschaften wurde für 12. bis 28. Juli 2019 an Gwangju/Südkorea vergeben.

Von: apa