Über 500 Meter erstmals aufs oberste Treppchen

Vanessa Herzog erstmals ganz oben auf Weltcup-Podest

Samstag, 20. Januar 2018 | 20:40 Uhr

Vanessa Herzog ist am Samstag in Erfurt zum ersten Weltcupsieg einer Österreicherin im Eisschnelllauf auf der 500-m-Distanz gesprintet. Zwei Wochen nach dem Gewinn des EM-Titels in Russland triumphierte die Tirolerin in 37,88 Sekunden vor der Tschechin Karolina Erbanova (37,96) und übertraf auf der letzten Station vor den Olympischen Spielen den zweiten Rang vom Vortag.

In der 500-m-Gesamtwertung ist Herzog nun Zweite hinter der bisher dominierenden Japanerin Nao Kodaira, die in den Niederlanden nicht am Start war. Die 22-Jährige bestätigte jedenfalls ihre Leistung von der EM, bei der sie in 37,69 Sekunden vor der Russin Angelina Golikowa und Erbanowa triumphiert hatte.

Im Osten Deutschlands gelang ihr nun der bisher größte Erfolg im Weltcup, obwohl sie zuletzt durch eine Verkühlung und Fieber gehandicapt war. “Es war ein großes Ziel von mir, einen Weltcupsieg zu erzielen. Ich bin überglücklich, dass es heute geklappt hat, auch wenn ich noch nicht zu 100 Prozent fit bin”, freute sich Herzog in einer Aussendung.

Den bisher letzten Weltcup-Erfolg für den österreichischen Verband hatte Emese Hunyady vor etwas mehr als 20 Jahren (14. Dezember 1997) in Hamar (Norwegen) über 1.500 m eingefahren.

Bei den Herren beendete Linus Heidegger den Weltcup über 5.000 m in Erfurt auf Rang zehn in der Division B und sollte damit einen Startplatz bei den Allround-Weltmeisterschaften in Amsterdam erreicht haben. Nach den ersten Hochrechnungen des österreichischen Verbandes erreichte der 22-Jährige den 24. Platz in der Qualifikationsrangliste für die WM im März. Eine offizielle Bestätigung gibt es aber noch nicht.

Für Heidegger geht es jetzt zurück nach Innsbruck, wo er sich in den kommenden Wochen den Feinschliff für sein Antreten im Massenstart in Pyeongchang holen will.

Von: apa