Garbine Muguruza jubelt über Finaleinzug

Venus Williams und Garbine Muguruza im Wimbledon-Finale

Donnerstag, 13. Juli 2017 | 19:04 Uhr

Venus Williams und Garbine Muguruza bestreiten das Damen-Finale in Wimbledon. Die US-Amerikanerin Williams setzte sich am Donnerstag gegen die Britin Johanna Konta 6:4,6:2 durch. Die Spanierin Muguruza schlug die ungesetzte Slowakin Magdalena Rybarikova klar 6:1,6:1. Das Finale findet am Samstag um 15.00 Uhr MESZ statt.

Für Venus Williams ist es das neunte Endspiel bei dem Tennis-Grand-Slam-Rasen-Klassiker. Mit ihrem Sieg gegen Konta zerstörte die 37-Jährige auch die Hoffnungen der einheimischen Fans auf die erste britische Wimbledonsiegerin seit Virginia Wade im Jahr 1977. Die fünffache Wimbledonsiegerin Williams ist jetzt die älteste Finalistin seit Martina Navratilova vor 23 Jahren.37 Jahre, aber spielerisch kein bisschen alt: Venus Williams ist am Donnerstag als älteste Tennis-Spielerin seit Martina Navratilova vor 23 Jahren ins Finale von Wimbledon eingezogen. Die US-Amerikanerin behielt beim Grand-Slam-Rasen-Klassiker gegen die als Nummer sechs gesetzte Britin Johanna Konta klar mit 6:4,6:2 die Oberhand und bekommt es im Endspiel mit der Spanierin Garbine Muguruza zu tun.

Muguruza hatte auf dem Weg ins Finale noch weniger Mühe, fertigte die in der Weltrangliste nur auf Position 87 aufscheinende Slowakin Magdalena Rybarikova in etwas mehr als einer Stunde mit 6:1,6:1 ab. Williams stand auch nur 73 Minuten auf dem Feld, die Strapazen vor dem Duell am Samstag hielten sich also bei beiden in Grenzen. Williams liegt im Head-to-Head mit 3:1 voran, das bisher einzige Duell 2017 ging aber an Muguruza – in Rom auf Sand in drei Sätzen. Auf Rasen kommt es nun zur Premiere.

“Ich bin so glücklich. Sie hat so gut gespielt, kein Punkt war einfach. Meine Erfahrung hat mir geholfen”, sagte Williams, nachdem sie mit einem Luftsprung und ihrer berühmten Pirouette um die eigene Achse ihr erstes Wimbledon-Finale seit 2009 zelebriert hatte. Williams gelang im letzten Game des ersten Durchgangs das nötige Break. Im zweiten Satz nahm sie Konta den Aufschlag zum 3:1 und 6:2 ab. Die 26-jährige Britin erwischte nicht ihren besten Tag, damit müssen die einheimischen Fans weiter auf die erste britische Wimbledonsiegerin seit Viginia Wade 1977 warten.

Williams’ Leistung auf dem “Heiligen Rasen” bei ihrer 20. Wimbledon-Teilnahme ist für viele erstaunlich. Vor einigen Wochen noch war sie in Florida in einen Autounfall verwickelt, bei dem ein Mann starb, bei einer Pressekonferenz in Wimbledon war sie angesprochen auf das Thema in Tränen ausgebrochen. Seitdem sind nur noch Fragen zum sportlichen Geschehen zugelassen.

Auf dem Platz geht sie aber zielgerichtet ihren Weg, präsentierte sich auch am Donnerstag nervenstark und cool. Ein Finaltriumph würde ihr den sechsten Titel an der Church Road bringen, dort hatte sie bereits 2000, 2001, 2005, 2007 und 2008 triumphiert. Am Samstag geht sie in ihr neuntes Endspiel. Muguruza zog erst zum zweiten Mal ins Endspiel ein, 2015 hatte sie gegen Serena Williams den Kürzeren gezogen.

Für die Niederlage kann sie sich nun an Serenas Schwester revanchieren. Die Ausgangsposition ist aufgrund der Glanzvorstellung gegen Rybarikova für die 23-Jährige keine schlechte. “Es ist unglaublich, hier wieder im Finale zu stehen, das bedeutet mir sehr viel. Und jetzt werde ich alles versuchen, damit es dieses Mal besser für mich ausgeht”, sagte Muguruza. Das Halbfinale war voll nach ihrem Geschmack. “Ich bin sehr selbstbewusst aufgetreten und habe gut gespielt”, freute sich die French-Open-Siegerin von 2016.

Sie wird beim Turnier erfolgreich von ihrer Landsfrau Conchita Martinez gecoacht, die weiß, wie man in Wimbledon einen Turniersieg holt. “Sie hilft mir sehr, mit dem ganzen Stress beim Turnier umzugehen”, sagte die als Nummer 14 gesetzte Muguruza vor ihrem dritten Grand-Slam-Finale.

Die unterlegene Rybarikova konnte trotz der Lehrstunde ihrer Gegnerin nach ihrer Grand-Slam-Halbfinal-Premiere positiv bilanzieren. “Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich hier ins Halbfinale komme, hätte ich es zu Beginn gerne genommen. Kurz nach dem Match bin ich natürlich enttäuscht, aber das Turnier war großartig für mich”, resümierte die 28-Jährige, die in der Rangliste vom 87. Platz einen großen Sprung nach vorne machen wird.

Garbine Muguruza qualifizierte sich zuvor mit einer überzeugenden Leistung für ihr zweites Wimbledon-Finale nach 2015. Die 23-jährige Spanierin, die nach ihrem frühen Aus als Titelverteidigerin bei den French Open auf Platz 15 zurückgefallen war, besiegte die ungesetzte Slowakin Magdalena Rybarikova (WTA-87.) in nur 64 Minuten sicher mit 6:1,6:1.

Von: apa