Verstappen feiert seinen ersten Saisonsieg 2022

Verstappen bezwingt Leclerc in Jeddah erst im Finish

Sonntag, 27. März 2022 | 22:39 Uhr

Nach dem Doppel-Aus zum Auftakt in Bahrain haben Red Bull Racing und Max Verstappen zurückgeschlagen. Der Niederländer gewann am Sonntag in Saudi-Arabien das zweite Saisonrennen vor dem Ferrari-Duo Charles Leclerc und Carlos Sainz. Sergio Perez im zweiten Red Bull, der von der Pole Position gestartet war, war am Sonntag Vierter. Die WM-Führung behielt der Monegasse Leclerc. Fünfter wurde George Russell im Mercedes, dessen Teamkollege Lewis Hamilton war Zehnter.

Bis zur letzten Runde hielten Verstappen und Leclerc in Jeddah die Spannung hoch, im Finish gab es gleich einige Überholmanöver und umgehende Konter. “Wir haben vorne hart gekämpft. Es war sehr schwierig. Ich bin wirklich glücklich, dass wir die Saison jetzt mit einem Kickstart begonnen haben”, sagte Verstappen, der seinen 21. Karriere-Sieg feiern durfte. “Ich bin ein bisschen enttäuscht, ich wollte heute gewinnen”, meinte dagegen Leclerc, der in der Vorwoche in Bahrain gewonnen hatte. “Es ist hartes Rennfahren, aber es ist fair. Jedes Rennen sollte so sein wie dieses.”

Red-Bull-Konsulent Helmut Marko meinte, man habe gewusst, “dass wir im Rennen stark sein werden. Wir haben extra einen kleineren Heckflügel genommen, damit wir auf den Geraden schneller sind.” Mitentscheidend sei auch gewesen, dass der Reifenverschleiß “bei Weitem nicht so stark wie angenommen” gewesen sei, erklärte der Steirer im ServusTV-Interview. Am Ende habe sich die Klasse des Weltmeisters durchgesetzt. “Das ist halt Max. Wir wissen schon, er ist teuer – aber er ist es wert.” Dem Konkurrenzteam Ferrari zollte er Respekt: “Wir haben einen ebenbürtigen Gegner.”

Verstappen holte sich beim Start Platz drei von Sainz, danach gab es lange Zeit keine Positionswechsel an der Spitze. Im Mittelfeld ging es aber zur Sache: Fernando Alonso und sein Alpine-Teamkollege Esteban Ocon lieferten sich – sehr zum Ärger ihrer Vorgesetzten an der Box – ein knallhartes Stallduell, Valtteri Bottas im Alfa Romeo und Kevin Magnussen im Haas mischten im Kampf mit. Der vom 15. Platz gestartete Hamilton tat sich schwer, mit seinem Mercedes das Tempo seiner Vorderleute mitzugehen.

Pole-Mann Perez wechselte zu Beginn der 16. Runde als Erster aus dem Führungsquartett die Reifen, just zu dem Zeitpunkt verunfallte Williams-Pilot Nicholas Latifi. Es folgte ein Einsatz für das Safety Car, was fast alle für ihren ersten Boxenstopp nutzten. Nicht so Hamilton und Vettel-Vertreter Nico Hülkenberg im Aston Martin, die zum Start schon die Hart-Mischung drauf hatten. Sainz wurde bei der Ausfahrt aus der Boxengasse von Perez regelwidrig überholt, beim Restart des Rennens gab der Mexikaner Platz drei aber fair zurück an den Spanier.

Hamilton arbeitete sich zwischenzeitlich auf Platz sechs vor, ganz vorne hieß der Zweikampf jetzt wieder Leclerc gegen Verstappen. Entscheidend nahe kam der Niederländer dem Ferrari-Hoffnungsträger vorerst aber nicht. Nach den Ausfällen von Alonso und Daniel Ricciardo wurde in der Schlussphase noch einmal das virtuelle Safety Car aktiviert. Danach überholte Verstappen mit DRS-Unterstützung Leclerc, der sich aber sofort wieder an die Spitze setzte. Bis zur Zielflagge ging das Gefecht weiter. Vier Runden vor Schluss übernahm Verstappen die Führung und gab sie nicht mehr ab.

Das Auto von AlphaTauri-Pilot Yuki Tsunoda blieb schon auf der Installationsrunde wegen eines Problems mit dem Öldruck seines Antriebs stehen. Mick Schumacher war vom Haas-Team nach seinen Qualifying-Unfall als Vorsichtsmaßnahme schon am Samstag aus dem Verkehr gezogen worden. Nur 18 Piloten starteten also das Rennen, vier weitere blieben dann auf der Strecke. Der Franzose Ocon wurde Sechster, Lando Norris (GBR) im McLaren, Pierre Gasly (FRA) im AlphaTauri und Magnussen (DEN) folgten auf den Plätzen sieben bis neun.

In der WM-Wertung führt Leclerc mit nunmehr 45 Punkten vor Sainz (33) und Verstappen (25). Dahinter folgen die beiden britischen Mercedes-Vertreter Russell (22) und Hamilton (16). Der dritte WM-Lauf des Jahres findet in zwei Wochen in Melbourne an der australischen Südostküste statt. In den wird Williams-Pilot Alexander Albon mit einem Handicap starten. Die Stewards gaben dem für Thailand startenden Engländer die Schuld an einer Kollision mit Lance Stroll kurz vor Rennende. Albon, der danach mit einem Reifenschaden ausschied, wird in der Startaufstellung in Melbourne um drei Positionen zurückversetzt.

Von: apa

Kommentare

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13 Kommentare auf "Verstappen bezwingt Leclerc in Jeddah erst im Finish"


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doco
doco
Tratscher
1 Monat 23 Tage

wenn Hamilton nicht das beste Auto wie schon seit Jahren hat dann fährt er auch nur hinterher von wegen bester Pilot der Formel1.

nuisnix
nuisnix
Kinig
1 Monat 23 Tage

vollkommen richtig, siehe wie sein Teamkollege mit demselben Auto fährt

LindaEllen
LindaEllen
Neuling
1 Monat 23 Tage

Super Kampf. Großartiger Gewinner.

brunecka
brunecka
Superredner
1 Monat 23 Tage

verdienter sieg,bravo max!!!! Habe “heulsuße hamilton “auf dem siegerfoto nicht gesehen!Wo war er? Der fährt ja immer noch🤣🤣🤣🤣! Dr. Peter Schlemihl hat sicher wunde finger vor lauter hämmern🤔🤔🤔🤔. . . . .🤣🤣🤣🤣! Mann müsste mal in den mercedesmotor echte motorkolben einbauen,nicht leere cocacoladosen benutzen🥫🥫🥫🥫🥫🥫!!!!

Savonarola
1 Monat 23 Tage

@brunecka

ob dein Ferrari einem Mercedes oder einem Redbull hinterher fährt, kann dir doch egal sein.

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 23 Tage

für’s Erste hat hat Ferrari Mercedes als Red Bull-Gegner abgelöst. kann ruhig so bleiben auch wenn ich die aktuelle F1 nur an Rande verfolge. tut diesen Toto Wolff nur gut

nikname
nikname
Universalgelehrter
1 Monat 23 Tage

ganz deiner Meinung, und diesem aufgeblasen Toto und Blechstern tut es wirklich gut!! Vielleicht findet er wieder Boden unter seinen Füßen.

vitus
vitus
Superredner
1 Monat 23 Tage

Formel 1 ist nach öden Jahren wieder interessanter geworden.

Offline1
Offline1
Kinig
1 Monat 23 Tage

“Hampton hat sich zwischenzeitlich auf Platz 6 “vorgearbeitet🤣🤣🤣🤣”. Ja klar, wegen einiger Boxenstopps und einer Safety Car Phase🤣🤣🤣. Nach seinem !! Stopp fuhr er dann wieder da, wo er hingehörte.

Offline1
Offline1
Kinig
1 Monat 22 Tage

“Hamilton” 🤣 Das war Autokorrektur…

Offline1
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Kinig
1 Monat 23 Tage

Russell zeigte, was zur Zeit maximal im ⭐ steckt. Und Hamilton zeigte erneut, dass er zwar perfekte Autos schnell fahren kann, aber bei Weitem nicht der beste Fahrer und schon gleich gar nicht “Entwickler” aller Zeiten ist. Von Schumis “Popometer” ist er Lichtjahre entfernt…

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 23 Tage

er hatte auch Ross Brown und mehr taktische Möglichkeiten (Tankstopps), die ihm geholfen haben, Rennen zu gewinnen z.B. Ungarn 98 (während des Rennens Strategie umgestellt) oder Frankreich 2004 (mit vier Boxenstopps gewonnen)

Offline1
Offline1
Kinig
1 Monat 22 Tage

@tom…wir haben jetzt 2022 !! Boxensteategie, Reifenwahl und Dauer der Stopps war in den letzten Rennen nicht gerade die Stärke von ⭐️ AMG, die ja jahrelang (mit dem stärksten Motor) dominiert haben. Für die Entwicklung eines Autos sind auch die Fahrer unmittelbar mitverantwortlich !!, geben sie den Ingenieuren doch das Feedback. Und das konnte Hamilton noch nie !, der verließ sich immer auf die überragende Power und “Hammer Time”. Was Schumi und Ross Brawn anbelangt, gebe ich dir insofern recht, dass es DEM (R.B.) UND DEN INGEIEUREN gelang, Schumachers “Gefühl” für das Fahrzeug technisch umzusetzen.

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