Vettel knallte Bestzeit auf den kühlen Asphalt

Vettel Tagesbester bei Formel-1-Testfahrten in Spanien

Dienstag, 27. Februar 2018 | 18:40 Uhr

Sebastian Vettel hat am zweiten Tag der Formel-1-Testfahrten in Montmelo in 1:19,673 Minuten eine neue Bestzeit auf dem Circuit de Catalunya aufgestellt. Vettel, der insgesamt 98 Runden absolvierte, verwies in seinem Ferrari den finnischen Mercedes-Piloten Valtteri Bottas um 0,303 Sekunden auf Platz zwei. Dritter wurde der Belgier Stoffel Vandoorne im McLaren vor Max Verstappen (NED) im Red Bull.

Weltmeister Lewis Hamilton aus Großbritannien kam nicht zum Einsatz. Wegen der extrem kühlen Witterung und wenig Fahrmöglichkeiten am Vormittag entschied sich Mercedes gegen den geplanten Fahrertausch, um die Zeit für die erforderlichen Umbaumaßnahmen zu sparen.

Sein Comeback bei Vorbereitungstestfahrten feierte Robert Kubica. Sieben Jahre nach seinem schweren Unfall bei einer Rallye in Italien kam der Williams-Ersatzpilot auf den siebenten Platz. Der 33-jährige Pole landete damit vor dem russischen Williams-Stammpiloten Sergej Sirotkin, von dem er den Wagen am Nachmittag übernommen hatte.

Aufgrund der eisigen Temperaturen um den Gefrierpunkt verzichteten die Teams auf die übliche Mittagspause, um mehr Testkilometer zu sammeln. Die gewonnenen Daten vor allem in Bezug auf die Reifen sind wegen der Kälte aber mit Vorsicht zu genießen. Auf eine zwischenzeitlich angedachte Verlängerung der Testfahrten um einen Tag konnten sich die Teams indes nicht einigen. Die Testfahrten enden somit wie vorgesehen am Donnerstag um 18.00 Uhr.

In der kommenden Woche steht die zweite Testphase an. Gefahren wird vom 6. bis 9. März erneut auf dem Grand-Prix-Kurs bei Barcelona. Die Saison beginnt am 25. März in Melbourne.

Am Rande der Testfahrten wurde am Dienstag bekannt, dass Renault bis Ende Mai wissen muss, ob Rennstall Red Bull auch 2019 mit Motoren des französischen Konzerns fahren wird. Renault beliefert seit dieser Saison neben Red Bull auch McLaren mit Triebwerken. Das Formel-1-Sportregulativ schreibt vor, dass die vier Motoren-Hersteller – Renault, Mercedes, Ferrari und Honda – den Internationalen Automobilverband (FIA) im Mai darüber informieren müssen, mit wem sie für 2019 einen Vertrag abgeschlossen haben.

Sollte ein Team dann noch ohne Vereinbarung für die kommende Saison dastehen, dann würde es vom Motoren-Hersteller mit den wenigsten Partnern ausgerüstet werden. In diesem Fall würde also Honda zum Zug kommen, das heuer nach der einvernehmlichen Trennung von McLaren nur das Red-Bull-Schwesternteam Toro Rosso mit Power Units beliefert.

Das Verhältnis zwischen Renault und Red Bull ist seit dem Umstieg auf die V6-Turbo-Hybrid-Motoren belastet. Davor hatte man zusammen von 2010 bis 2013 viermal in Serie die WM-Titel bei Fahrern (Sebastian Vettel/GER) und Konstrukteuren gewonnen.

Von: APA/ag.