Die Capitals verlängerten ihre Serie

Vienna Caps und Linz in EBEL weiter ungeschlagen

Montag, 03. Oktober 2016 | 01:50 Uhr

Die Vienna Capitals und die Black Wings Linz sind auch nach der sechsten Runde der Erste Bank Eishockey-Liga (EBEL) ungeschlagen und haben sich von der Konkurrenz ein bisschen abgesetzt. Die Wiener besiegten am Sonntag Olimpija Ljubljana mit 4:1 und führen mit einem Punkt Vorsprung auf die Linzer, die in Szekesfehervar mit 5:2 gewannen.

Die Verfolger aus Innsbruck, Salzburg und Graz blieben dagegen allesamt punktelos. Meister Salzburg musste sich zu Hause HCB Südtirol mit 1:2 geschlagen geben, die Innsbrucker Haie verloren beim KAC mit 2:3 und die Graz 99ers unterlagen dem bisherigen Schlusslicht Znojmo zu Hause mit 0:1. Der VSV setzte sich im Heimspiel gegen Dornbirn mit 5:4 nach Penaltyschießen durch.

Das Spiel der Caps lief fast die gesamte Spielzeit wie auf einer schiefen Ebene, nach 35 Minuten standen 32:6-Torschüsse zu Buche. Dass die Gäste aus Slowenien nur mit einem 1:3-Rückstand ins Schlussdrittel gingen, hatten sie ihrem Torhüter Jeff Frazee, Glück und der Wiener Abschlussschwäche zu verdanken. “Unser Schlüssel ist die Kontinuität. Wir arbeiten detailgenau und wissen, in dieser Liga wird uns nichts geschenkt. Das ist der Schlüssel”, erklärte Caps-Trainer Serge Aubin.

Die Linzer machten in Ungarn gegen die bisher so heimstarken Roten Teufel im Mitteldrittel mit vier Toren alles klar. Nach dem Ausgleichstreffer von Fehervar zum 1:1 (22.) sorgten Brett McLean (28., 40.), Stefan Gaffal (33.) und Joel Broda (36.) für die Vorentscheidung. Im Tor der Black Wings, die ihren vierten Sieg in Folge holten, debütierte der 21-jährige Florian Janny.

Innsbruck blieb nach dem besten Saisonstart seiner EBEL-Zugehörigkeit (seit 2012) erstmals ohne Punkt und verlor den Anschluss an das Top-Duo. Die Haie nahmen zu viele Strafen, machten dem KAC das Leben aber durch konsequentes Forechecking schwer. Erst im Mitteldrittel bekamen die Klagenfurter die Partie nach einem Doppelschlag binnen 80 Sekunden durch Johannes Bischofberger (22.) und Jamie Lundmark (24.) in den Griff. Verbesserungswürdig beim KAC ist vor allem das Powerplay, in 17 Minuten Überzahl gelang den Rotjacken nur ein Tor. Dennoch reichte es zum dritten Sieg im dritten Saisonheimspiel.

Titelverteidiger Salzburg kassierte schon die dritte Niederlage in Serie und hat bereits sechs Punkte Rückstand auf die Caps. Die Roten Bullen hatten Probleme, ihr Spiel aufzuziehen, und kamen erst durch Brett Olson (59.) zum Anschlusstreffer. “Wir hatten unsere Chancen und es war wieder ein Fortschritt im Vergleich zum Spiel am Freitag in Innsbruck (4:5 n.V.). Gegen Bozen braucht es aber eine Spitzenleistung, um zu gewinnen”, meinte Trainer Greg Poss.

Der VSV war mit zuletzt drei Niederlagen ins Heimspiel gegen Dornbirn gegangen. Die Verunsicherung konnten die Adler auch durch eine 2:0-Führung nicht ablegen. Die Vorarlberger schafften noch im Mitteldrittel den Ausgleich und gingen im Schlussabschnitt verdient mit 4:2 in Führung. Im Finish gelangen Mikko Jokela und Samuel Labrecque 35 Sekunden vor der Schlusssirene der Gleichstand. Im Penaltyschießen entschied Corey Locke mit zwei verwandelten Versuchen die Partie zugunsten der Villacher.

Die Graz 99ers verloren durch ein frühes Tor des 42-jährigen slowakischen Altstars Peter Pucher (11.).

Von: apa