Wien bewegt am 7. April wieder die Massen

Vienna City Marathon bringt zahlreiche Straßensperren

Mittwoch, 27. März 2019 | 13:00 Uhr

Am 7. April werden sich beim Mega-Laufevent Vienna City Marathon (VCM) wieder Zehntausende Menschen durch die Stadt bewegen. Das bedeutet, dass vorübergehend Straßen und Öffi-Strecken gesperrt werden müssen. Via ÖAMTC-App und online sind ab sofort Informationen zu den möglichen Ausweichrouten abrufbar. Die U-Bahnen werden am Marathontag in dichteren Intervallen unterwegs sein.

Jahr für Jahr ist ein enormer Planungsaufwand notwendig, um für den Vienna City Marathon ein Mobilitätskonzept zu erstellen. Ziel dabei ist, dass jeder Punkt in der Stadt zu jeder Zeit erreichbar ist, wie VCM-Organisationsleiter Gerhard Wehr am Mittwoch in einer Pressekonferenz ausführte. Die Marathonroute hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert: “Das macht vieles einfacher.”

Der Start erfolgt auf der Wagramer Staße bei der UNO-City, auch der Prater, die Wienzeile (bis zum Schloss Schönbrunn), die Mariahilfer Straße oder der Ring sind mit dabei. Der Zieleinlauf wird erneut vor dem Burgtheater erfolgen.

Die Sportveranstaltung wird zwar Auswirkungen auf den Verkehr haben – aber Anrainer, Sportler, Zuschauer und Wien-Besucher sollen sich davor nicht fürchten, wie versichert wurde: “Es muss niemand verzweifeln. Es gibt immer eine Möglichkeit von Punkt A nach Punkt B zu kommen”, betonte Helmut Beigl, Leiter der ÖAMTC-Mobilitätsinformation. Der Verkehrsclub hat die Daten des Verkehrskonzepts verarbeitet und in seine Informationskanäle eingespeist.

Über die ÖAMTC-App können ab sofort die Verkehrsinformationen für den Marathon-Sonntag abgerufen bzw. auch Routen geplant werden. Auch auf den Webseiten www.oeamtc.at/wien und www.vienna-marathon.com (unter der Rubrik “Race Infos”) gibt es Details zu den geplanten Straßensperren, den Ausweichrouten sowie zu den Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten. Fix ist jedenfalls: Alle städtischen Autobahnen und Schnellstraßen sind immer ungehindert befahrbar. Für einige Abfahrten gilt dies jedoch nicht. Hier gibt es Einschränkungen.

Für den Beginn der Sperren sind jeweils fixe Uhrzeiten vorgegeben, erklärte Josef Binder, der stellvertretende Leiter der Landesverkehrsabteilung Wien. Beim angekündigten Ende der Sperren handelt es sich hingegen um Richtzeiten, die sich ändern können: “Nicht alles kann geplant werden, und so wird auch situationsbezogen manchmal eine Straße früher freigegeben oder ein Streckenabschnitt länger für die Läufer freigehalten.” Am Marathonwochenende sind rund 400 Polizisten im Einsatz, um für Ordnung zu sorgen.

Was den Öffi-Verkehr betrifft, so wird empfohlen insbesondere auf die U-Bahn-Linien auszuweichen. Diese werden in dichteren Intervallen unterwegs sein. Autobus- und Straßenbahnlinien entlang der Strecke werden zeitweise umgeleitet oder kurzgeführt.

Die veränderte Art der Mobilität der Menschen in Wien macht übrigens die Luft am Marathontag besser: Laut Kathrin Baumann-Stanzer von der Fachabteilung Umwelt in der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) gibt es positive Auswirkungen auf die Luftqualität. Dieser Effekt tritt vor allem entlang der Laufstrecke und der nahe gelegenen Straßenzüge ein.

Der Veranstaltungsreigen rund um den Vienna City Marathon startet am Freitag, dem 5. April, mit der “Vienna Sports World”, einer Sport- und Freizeitmesse in der Marx Halle. Am Samstag, dem 6. April, gibt es die ersten Wettbewerbe (z.B. Kinderlauf, Home Run zugunsten Obdachloser). Der Marathon findet tags darauf, am Sonntag, statt.

Von: apa