EM-Spiele in der Münchner Allianz Arena wackeln

Vier EM-Gastgeber wackeln: München, Rom, Bilbao, Dublin

Freitag, 09. April 2021 | 21:42 Uhr

Vier Gastgeber-Städte der Fußball-Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli) stehen derzeit infrage. Wie die Europäische Fußball-Union am Freitag mitteilte, zählen München, Bilbao, Dublin und Rom zu den Ausrichtern, die bis 19. April “zusätzliche Informationen” für die Durchführung der Spiele nachreichen müssen. Sie wackeln, da sie – anders als die übrigen acht EM-Städte – wegen der Corona-Lage bisher kein konkretes Bekenntnis in der Zuschauer-Frage abgegeben haben.

London, Glasgow, Amsterdam, Kopenhagen, Budapest, Bukarest, St. Petersburg und Baku listete die UEFA mit verschiedenen Angaben zu den möglichen Auslastungen der Stadien auf. Ungarn will in Budapest sogar Spiele vor vollem Haus ermöglichen. Nach Ablauf der Frist am 19. April will die UEFA über die Durchführung der geplanten Partien an den Standorten entscheiden.

Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) kann seine Planungen aktuell unverändert vorantreiben. Die Spielorte des ÖFB-Teams in der Gruppenphase, Bukarest und Amsterdam, scheinen derzeit gesichert.

In der Münchner Allianz Arena sollen drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) ausgerichtet werden. In Rom soll am 11. Juni die EM eröffnet werden, in Bilbao würden die Spanier ihre Gruppenspiele austragen.

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius reagierte am Freitag gelassen auf die UEFA-Frist. “Wir wollen dabei sein, wir werden dabei sein, und ich bin sehr optimistisch, dass wir am 19. April auch eine entsprechende Bestätigung bekommen.” Man habe auch entsprechende Zuschauer-Konzepte eingereicht, wolle mit verbindlichen Aussagen aber vorsichtig umgehen.

Keine der drei Städte dieser großen Fußball-Länder hat Spiele mit Zuschauern ausgeschlossen, doch zumindest acht andere dürften wesentlich konkretere – und optimistischere – Szenarien gezeichnet haben. St. Petersburg und Baku haben dem Dachverband zufolge eine Auslastung von 50 Prozent zugesichert, in Russland mit steigender Tendenz. Aus weiteren Städten hieß es, zumindest 25 bis 33 Prozent der Stadionplätze könnten besetzt werden. Möglicherweise auch mit Fans aus dem Ausland.

“Fans, die in die Ausrichterländer zu den Spielen reisen möchten, sind mit häufigen Änderungen bei den Reisebeschränkungen konfrontiert”, schrieb die UEFA am Freitag und listete jede Menge Restriktionen auf. “Sie müssen sich an die jeweils geltenden Reisebeschränkungen und Einreisebestimmungen halten.”

In neun Ausrichterländern werde es keine Ausnahmen für Ticketinhaber geben. In Baku, Budapest und St. Petersburg werden dagegen, “spezielle Verfahren entwickelt, um Zuschauer von Einreiseverboten oder Quarantänebestimmungen auszunehmen.” Sollte die Zahl der bereits verkauften Tickets die Sitzplatzkapazität übertreffen, teilte die UEFA mit, “findet eine Verlosung statt, um zu bestimmen, welche Tickets annulliert werden müssen”.

Von: APA/dpa

Kommentare

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10 Kommentare auf "Vier EM-Gastgeber wackeln: München, Rom, Bilbao, Dublin"


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Offline
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Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Dann halt NICHT !!!!! Das wäre ja wohl der Gipfel. Zuerst über viele Monate Hunderttausende durch Zusperren, Handels- und Betriebsverbote in die Insolvenz, Arbeitslosigkeit und Familien in die finanzielle Ausweglosigkeit zu schicken und dann der geldgierigen UEFA Zuschauer in der Stadien erlauben. Habt ihr noch alle ☕☕ im Schrank ????

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Fussball abschaffen!

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Die haben eine Porzellanphobie

Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 5 Tage

@ Spiegel
Wär sicherlich das sinnvollste, hat mit wahrem Sport schon längst nichts mehr zu tun,die Welt braucht heute vernunftigere Dinge.

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Superredner
1 Monat 6 Tage

Geld regiert die welt, wie bescheuert ist die uefa

natan
natan
Superredner
1 Monat 6 Tage

die UEFA ist aufs Geld aus und pfeift auf das Virus, nicht so schlau sind die Zuschauer, die hinrennen um sich 22 topverdienende Spieler anzusehen, die nach einem Ball rennen und dafür auch noch bezahlen.

brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Krankes Europa….wieso will man Zuschauer zulassen? um das Virus zu befeuern? Auf diese EM pfeife ich….

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Ich nicht nur auf diese EM, spondern auf alle Sportveranstaltungen, die im TV übertragen werden. Beim Profisport ist zuviel Betrug im spiel (Doping, Wettbetrug etc.)

Guri
Guri
Superredner
1 Monat 6 Tage

ist das jetzt wichtig

Xanthippe
Xanthippe
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Dann sollen sie ihr Bällchen vor Skype oder Zoom hin und her schieben und dort ihre Millionen kriegen, weil es immer noch viele gibt, die selbst dann zuschauen würden.

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