Wales-Coach Chris Coleman will gegen Österreich drei Punkte holen

Wales-Teamchef Coleman vor Duell mit ÖFB-Team optimistisch

Freitag, 01. September 2017 | 17:26 Uhr

Der walisische Fußball-Teamchef Chris Coleman hat vor dem WM-Qualifikationsduell mit Österreich am Samstag in Cardiff Zuversicht verströmt. Seine Mannschaft sei in der Lage, gegen die ÖFB-Auswahl drei Punkte einzufahren und danach noch das Ticket für die Endrunde 2018 in Russland zu lösen, betonte der 47-Jährige.

Gegen David Alaba und Co. zählt Coleman vor allem auf die Unterstützung der eigenen Anhänger. Das Cardiff City Stadium ist mit rund 33.000 Zuschauern ausverkauft. “Wir wissen, welche Atmosphäre gegen Österreich herrschen wird. Sie wird unvergleichlich sein, und wir werden unsere Fans nicht im Stich lassen. Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht, und damit werden wir auch am Samstag nicht beginnen”, versprach der Coach.

Seine Mannschaft liegt nach einem Sieg und fünf Unentschieden vier Runden vor Schluss in Gruppe D punktegleich mit den viertplatzierten Österreichern auf Rang drei, vier Zähler hinter dem Führungsduo Serbien und Irland. Allerdings spricht der weitere Spielplan durchaus für den EURO-2016-Semifinalisten. Nach dem Österreich-Match geht es zunächst auswärts gegen die Underdogs Republik Moldau und Georgien, ehe zum Abschluss das Heimspiel gegen Irland steigt. “Wir haben bessere Chancen, als viele glauben”, sagte Coleman.

Einmal mehr setzt der Nationaltrainer seine Hoffnungen auf Gareth Bale, obwohl der Real-Madrid-Star zuletzt in Spanien von den eigenen Fans ausgepfiffen wurde. “Aber so etwas lässt ihn kalt. Er kann für uns den Unterschied ausmachen”, betonte Coleman. Das trifft auch auf seinen zweiten herausragenden Kicker Aaron Ramsey zu. Der Arsenal-Mittelfeldmann ließ zwar die Trainingseinheit am Dienstag wegen Wadenproblemen aus, sollte aber einsatzbereit sein.

Trotzdem hat Coleman mit Personalsorgen zu kämpfen. Schlüsselspieler Joe Ledley ist seit Monaten vereinslos. Joe Allen, Torschütze vom 2:2 im vergangenen Oktober in Wien, fehlt ebenso gesperrt wie Neil Taylor, der wegen seines Horrorfouls im März an Irlands Seamus Coleman zuschauen muss.

Taylors Ersatzmann dürfte Chris Gunter sein – der Reading-Profi hat sich für sein 80. Länderspiel einiges vorgenommen. “Wir wollen gewinnen und wir können es schaffen”, sagte Gunter. Von einem Muss-Sieg wollte der Defensivspieler jedoch nicht sprechen. “Dieses Wort wird oft verwendet, um Spiele hochzustilisieren. Für uns ist es nur ein Match, das wir gewinnen wollen”, beteuerte Gunter.

Auf der Abschlusspressekonferenz am Freitag in Cardiff vor dem Spiel gegen Österreich verbreitete Teamchef Coleman noch einmal große Zuversicht. “Wir haben vor niemandem Angst”, sagte der 47-Jährige.

Selbst vor den Auswahlen aus Brasilien, Deutschland oder Spanien würde sich Coleman nach eigenen Angaben nicht fürchten. “Ich habe sehr viel Vertrauen in meine Mannschaft, vor allem hier, in diesem Stadion, wenn es voll ist.” Die Partie ist mittlerweile mit über 33.000 Zuschauern ausverkauft.

Die Chance auf eine WM-Teilnahme sei durchaus realistisch. “Wir können die restlichen vier Spiele gewinnen. In solchen Situationen waren wir schon, und die Spieler haben nie enttäuscht”, betonte Coleman.

Allerdings weiß der Teamchef auch, was ein negatives Resultat für beide Kontrahenten bedeuten würde. “Die Österreicher oder wir würden uns bei einer Niederlage aus dem WM-Rennen verabschieden.” Deshalb gab Kapitän Ashley Williams als Devise aus: “Wir fühlen, dass wir gewinnen müssen, jeder sagt, dass wir gewinnen müssen, also ist es relativ einfach: Wir müssen gewinnen.”

Von: apa

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