Die EC-Leichtathletikbewerbe sind eröffnet

Walli bei EM über 400 m im Halbfinale

Montag, 15. August 2022 | 22:53 Uhr

Läuferin Susanne Walli hat am Montagabend zum Auftakt der Leichtathletik-Bewerbe bei den European Championships im München über 400 m den Einzug in das Halbfinale geschafft. Die Oberösterreicherin wurde in ihrem Vorlauf in 51,73 Sek. Dritte, das bedeutete den direkten Aufstieg in die Vorschlussrunde am Dienstag (13.16 Uhr), wo auch zwölf ausgeruhte Vor-Qualifizierte warten. Magdalena Lindner landete über 100 m an der 25. Stelle, Julia Mayer wurde 10.000-m-18.

Walli lief Saisonbestleistung, zweitbeste Karrierezeit und die fünftbeste im Feld, aus dem zwölf aufstiegen. “Es war wirklich ein gutes Rennen. Ich wusste einfach, ich muss alles geben, weil ich einen sehr schwierigen Lauf erwischt habe. Ich freue mich einfach extrem, dass ich weiter bin”, sagte die 26-Jährige, deren Topzeit seit den Sommerspielen in Tokio bei 51,52 steht. Die Saisonplanung sei mit München als Höhepunkt geplant gewesen, bei der WM in Eugene (23.) seien auch Windbedingungen nicht so gut gewesen. “Es ist cool, dass jetzt eine schöne Zeit dasteht.”

Dass ein Dutzend Läuferinnen sich den Vorlauf ersparen durften, kritisierte Walli. “Über die 400 m ist dieses System unfair. Ich muss jetzt einfach versuchen, mich über die Nacht gut zu erholen. Wir haben ein Eisbecken, gutes Essen. Das Ziel ist, nochmals einen guten Lauf zu zeigen. Wie weit ich nach vorne komme, weiß ich nicht. Ich werde trotzdem das Beste draus machen. Und würde mich freuen, wenn nochmals eine gute Zeit rausschaut.” Sie bedankte sich bei ihrem Trainer Wolfgang Adler, der ein gutes Feingefühl habe. “Wir schaffen es, dass wir beim Großereignis nochmals die Form rauskitzeln.”

Die Niederösterreicherin Lindner war als Nachrückerin ins Feld gerutscht, kam in ihrem Heat in 11,58 Sek. als Siebente ins Ziel und schaffte den Aufstieg in das Semifinale letztlich um eine Hundertstel nicht. “Es war eigentlich ein ganz rundes Rennen. Der Start war vielleicht ein bisschen verhalten, aber fliegend war ganz gut”, sagte die 22-Jährige. Sie sei für ihre erste EM trotzdem zufrieden, wenngleich es freilich schade sei. Ihr Fokus gilt jetzt der Staffel am Freitag.

In der letzten Entscheidung des Tages war mit Julia Mayer eine Österreicherin mit dabei, sie landete in 33:57,29 Min. an 18. und letzter Stelle. Von Siegerin Yasemin Can aus der Türkei (30:32,57) wurde sie zweimal überrundet. “Bei Kilometer vier habe ich überlegt, ob ich weiterkämpfen oder aussteigen soll, da ist es mir richtig schlecht gegangen. Aber bei der Europameisterschaft steigt man nicht aus”, sagte Mayer. Die Stimmung im Stadion habe sie beflügelt, außerdem seien auch die Eltern da gewesen. Die 29-Jährige wird nun in Kärnten einen Halbmarathon und dann im September den Berlin-Marathon bestreiten.

Von: apa

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