Stephen Curry zeigte sein "A-Game"

Warriors nach 126:85-Heimsieg gegen Houston 2:1 in Front

Montag, 21. Mai 2018 | 08:50 Uhr

Die Golden State Warriors haben am Sonntagabend (Ortszeit) das dritte Western-Conference-Finale der National Basketball Association (NBA) klar dominiert. Die “Dubs” fegten mit einem 126:85-(54:43)-Triumph über die Houston Rockets hinweg und führen damit in der “best of seven”-Serie 2:1. Das vierte Match findet in der Nacht auf Mittwoch (3.00 Uhr MESZ/live DAZN) erneut in Oakland statt.

“Ich werde in Spiel drei besser treffen”, hatte Stephen Curry am Samstag angekündigt. Und der Kapitän der Warriors, der in den ersten beiden Partien in Houston insgesamt 34 Zähler verbucht hatte, hielt Wort. “Chef Curry” erzielte 35 Punkte, 26 davon in der zweiten Hälfte, und führte den Titelverteidiger zum 16. Play-off-Heimsieg en suite. Damit verbesserte Golden State den 27 Jahre alten NBA-Rekord der Chicago Bulls.

Vor allem im vorentscheidenden dritten Viertel war Curry nicht zu stoppen, als er sieben Würfe in Serie erfolgreich abschloss, darunter auch zwei Dreier. In den ersten zwei Auswärtsspielen hatte der 30-Jährige nur zweimal (bei 13 Versuchen) aus der Distanz getroffen, diesmal verwertete er fünf seiner zwölf Würfe jenseits des 7,24 Meter vom Korb entfernten Halbkreises.

“Das ist, was ich erwartet habe. Ich habe nur meinen Job erledigt”, lautete der erste Kommentar von Curry nach dem Match. “Meine Herangehensweise bleibt aber dieselbe: Man darf sowohl gute als auch schlechte Spiele nicht überbewerten.” Warriors-Trainer Steve Kerr hatte diese “Explosion” seines Aufbauspielers erwartet: “Niemanden von uns hat überrascht, was er heute gemacht hat.”

Schlüssel zum Erfolg war laut Curry aber die viel bessere Leistung in der Defensive als im zweiten Spiel, das Golden State am vergangenen Mittwoch deutlich mit 105:127 verloren hatte. “Am Ende des Tages ist es nur ein Sieg, und eigentlich ist das Ergebnis egal. Doch so eine Antwort zu geben, bedeutet viel”, betonte Draymond Green, der seinem Ruf als Abwehrchef der Dubs einmal mehr eindrucksvoll gerecht wurde, verbuchte er doch 15 seiner insgesamt 17 Rebounds als Verteidiger.

Die 41 Punkte Differenz am Ende brachten den Warriors den bisher höchsten Play-off-Sieg in der Club-Geschichte. Für Houston bedeutete das Debakel dagegen Negativrekord in der Postsesason. “Uns hat heute die nötige Aggressivität gefehlt”, meinte Rockets-Superstar James Harden, der diesmal nur auf 20 Punkte kam. Seinen Trainer Mike D’Antoni ärgerten vor allem die 19 Ballverluste, aus denen die Warriors in Summe 28 Punkte generierten. Und zur Leistung von Curry meinte der Houston-Coach: “Er ist gut, es war klar, dass er früher oder später ‘ausbricht’.”

Von: apa