Durants Comeback währte nicht lange

Warriors verkürzen im NBA-Finale gegen Raptors auf 2:3

Dienstag, 11. Juni 2019 | 07:59 Uhr

Die Golden State Warriors haben am Montagabend (Ortszeit) mit einem 106:105-(62:56)-Auswärtssieg über die Toronto Raptors auf 2:3 in der “best of seven”-Finalserie der National Basketball Association (NBA) verkürzt. Spiel sechs findet in der Nacht auf Freitag (3.00 MESZ/live DAZN) beim Titelverteidiger in Oakland statt, der damit den Ausgleich schaffen und ein Entscheidungsmatch erzwingen könnte.

Dabei müssen die Warriors allerdings ohne ihren Topstar Kevin Durant auskommen. Das Comeback des 30-Jährigen in der fünften Finalpartie dauerte nämlich nur 11:57 Minuten. Der Small Forward, der zuletzt wegen einer Wadenzerrung neun Spiele pausiert hatte, musste bereits in der 15. Minute beim Stand von 39:34 für Golden State verletzt vom Feld gebracht werden.

Durant hatte im ersten Viertel alle seine drei Dreier verwertet und bei nur einem Fehlwurf insgesamt elf Punkte verbucht. Doch nach etwas mehr als zwei Minuten im zweiten Abschnitt griff er sich nach einem Dribbling erneut auf den rechten Unterschenkel. Durant verließ die Halle schließlich auf Krücken.

Durant verletzte sich an der rechten Achillessehne. Dies gab Bob Myers, der General Manager der Golden State Warriors, im Zuge einer Pressekonferenz nach Finalspiel am Montagabend in Toronto bekannt. “Wir wir wissen nicht, wie schlimm es ist”, erklärte der 44-Jährige sichtlich emotional unter Tränen und verwies auf die MR-Untersuchung am Dienstag. Es handle sich aber “definitiv um eine neue Verletzung”, so Myers. Durant hatte vor seinem nicht einmal zwölfminütigen Comeback am Montag wegen einer Wadenzerrung im rechten Unterschenkel bereits neun Play-off-Partien verpasst.

Trotz des Ausfalls von Durant lagen die Warriors zur Pause 62:56 voran und bauten ihre Führung sogar auf bis zu 14 Zähler (77:63/31.) aus. Doch die Raptors schienen angeführt von ihrem Superstar Kawhi Leonard (26 Punkte/12 Rebounds) das Match endgültig zu drehen, als sie knapp dreieinhalb Minuten vor Schluss auf 103:97 stellten. Aber drei Dreier der “Splash Brothers” Klay Thompson (2) und Stephen Curry im Finish bescherten den Gästen aus Kalifornien noch den hauchdünnen Sieg.

“Es war kein schönes Spiel, aber wir mussten einen Weg finden, es zu gewinnen. KD (Kevin Durant, Anm.) hat uns alles gegeben, was er hatte. Er hat seinen Körper für uns geopfert, das tut mir so leid für ihn”, betonte Curry, der mit 31 Punkten Topscorer der Partie war, im ersten TV-Interview auf dem Court. “Wir haben uns jetzt diese Chance erarbeitet. Ich erwarte nun vor unserem Publikum einen Hundekampf – 48 Minuten lang.”

Für die Warriors wird es das allerletzte Spiel in der Oracle Arena in Oakland, die 1966 eröffnet wurde und damit die aktuell älteste NBA-Halle ist. Ab Herbst 2019 empfängt Golden State die Gegner dann auf der gegenüberliegenden Seite der Bay im 15 Kilometer Luftlinie entfernten Chase Center in San Francisco. Sollten sich die “Dubs” tatsächlich mit einem Erfolg aus ihrer Heimstätte verabschieden, würde es in der Nacht auf Montag (ab 2.00 MESZ) zum Entscheidungsmatch in Toronto um den Titel der 73. NBA-Saison kommen.

Von: apa