Würdiger Abschluss für den Japaner

Watabe holte beim Weltcupfinale in Schonach 8. Kombi-Sieg

Sonntag, 25. März 2018 | 15:05 Uhr

Einen würdigen Abschluss unter eine tolle Weltcup-Saison hat Gesamtsieger Akito Watabe beim Finale in Schonach hingelegt. Der Japaner gewann am Sonntag auch den zweiten Einzelbewerb, traditionell mit zwei Sprüngen und 15 km in der Loipe ausgetragen, und feierte seinen achten Saison-Sieg. In 34:48,1 Minuten lag er 5,1 Sekunden vor dem Jarl Magnus Riiber (NOR) und 48,1 vor Fabian Rießle (GER).

Mit dem bisher besten Resultat seiner Weltcup-Karriere hat Lukas Greiderer seine Saison beendet. Rang fünf bedeutete auch, dass der 24-jährige Tiroler bester Österreicher war. Wilhelm Denifl und Bernhard Gruber wurden Neunter bzw. Zehnter und auch Mario Seidl (11.) und Franz-Josef Rehrl (14.) kamen noch in die Top 15. Österreich wurde dank des Ergebnisses noch Dritter im Nationencup, Seidl flog allerdings noch knapp aus den Top Ten im Einzel-Gesamtklassement. Dem Salzburger fehlten sechs Punkte auf Platz zehn, womit kein ÖSV-Athlet in diesem Kreis die Saison beendete.

Watabe und Riiber waren als Zweiter bzw. Erster nach dem Springen in die Loipe gegangen und nutzten die gute Ausgangssituation. Einmal mehr setzte sich aber Watabe durch. Bemerkenswert aus ÖSV-Sicht neben Greiderer auch Denifls Laufleistung: Der 37-jährige Tiroler arbeitete sich mit der sechstschnellsten Zeit von Platz 14 auf neun nach vor.

Besonders glücklich war freilich Greiderer. “Richtig geil, dass ich da mein bestes Ergebnis vom sechsten auf fünften Platz verbessern kann. Ich bin super happy jetzt. Heute habe ich das Nationalteam fix gemacht und jetzt werde ich im Sommer im Springen noch mehr tun”, versprach der Tiroler.

ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen sprach von einem “super Abschluss”. “Es war eine sehr lange Saison. Es freut mich, dass die Burschen bis zum Schluss noch auf dem Level waren. Wir waren mannschaftlich sehr stark, Gott sei Dank hat auch der Bernie gestern sein Podium gemacht”, sagte Eugen. Das Highlight der Saison, die auch ganz auf Olympia ausgerichtet war, seien die zwei Medaillen in Pyeongchang gewesen. “Da haben wir fast unsere Erwartungen übertroffen.”

Zur Spitze fehle dem Team die Konstanz, zudem seien einige Athleten wie zum Beispiel Gruber verletzt gewesen. “Wir müssen sicher noch arbeiten, um auch in der Nationenwertung wieder ganz vorne mitzuspielen. Es fehlt nicht viel, aber die Dichte ist sehr groß.”

Seidl war ein bisschen enttäuscht, dass er den Top-Ten-Platz am Ende nicht mehr geholt hat. “Ich habe in der Loipe noch einmal alles aus dem Körper rausgeholt, aber das habe ich auf der Schanze liegen lassen, vor allem im ersten Sprung. Aber die letzte Periode war sehr positiv für mich und ich habe die Saison mit einem guten Gefühl beenden können.”

Seinen letzten Weltcupbewerb absolvierte am Sonntag Björn Kircheisen, der auf dem Skisprungturm die Freigabe von seiner Freundin erhalten hat. Der Deutsche beendete seine Karriere am Sonntag mit Rang 22.

Von: apa

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