Weißhaidinger etablierte sich in Weltspitze

Weißhaidinger bei Diamond-League-Finale Diskus-3.

Freitag, 09. September 2016 | 22:45 Uhr

Der Österreicher Lukas Weißhaidinger hat am Freitag einen überzeugenden Schlusspunkt hinter seine überaus starke Leichtathletik-Saison gesetzt. Der Diskuswerfer belegte beim Diamond-League-Finale in Brüssel mit 64,73 m Rang drei, nachdem er in dieser Serie infolge seines sechsten Ranges bei Olympia in Lausanne Zweiter gewesen war und beim prestigeträchtigen Berliner ISTAF-Meeting gewonnen hatte.

Wie stets in den vergangenen Monaten legte Weißhaidinger wieder eine konstante Serie von 63-, 64-m-Würfen hin. Das habe ihn selbst überrascht und mache ihn sehr, sehr stolz. “Beim Finale der Diamond League Dritter zu werden, das ist einfach nur grandios”, sparte der 24-Jährige in der Analyse seiner Leistung nicht mit Superlativen. “Trotz der bereits langen Saison war es wieder ein super Wettkampf von mir.”

1,05 m fehlten dem Oberösterreicher auf den schwedischen Sieger Daniel Stahl. Der Pole Piotr Malachowski sicherte sich mit 65,27 m und Rang zwei den sicheren Sieg im Diamond Race. Im neunköpfigen Feld ließ Weißhaidinger mit den Esten Martin Kupper und Gerd Kanter, dem Zyprioten Apostolos Parellis und dem Ungarn Zoltan Kovago vier Athleten aus dem Olympia-Finale hinter sich.

“Dafür gibt es eigentlich keine Worte, wie diese Saison für mich gelaufen ist”, meinte Weißhaidinger bei einem Blick in den Rückspiegel auf das Olympia-Jahr, in dem er fünf Wochen verletzungsbedingt passen hatte müssen und dadurch auch bei der Amsterdam-EM gefehlt hatte. “Jetzt muss ich mich erst einmal zurücklehnen und gemeinsam mit meinen Trainern auf das zurückschauen, was wir da geschafft haben.”

In einem mit Spannung erwarteten Duell über 100 m der Frauen setzte sich die Jamaikanerin Elaine Thompson in 10,72 Sekunden klar vor ihrer Dauerrivalin Dafne Schippers (10,97) durch. Die Niederländerin war der Doppel-Olympiasiegerin auch vergangene Woche in Zürich über 200 m unterlegen, aber nur um 1/100. Hatte Schippers das Diamond Race über die halbe Stadion-Runde gewonnen, blieb über 100 m Thompson voran.

Für den Glanzpunkt sorgte Stabhochspringerin Sandi Morris. Mit dem US-Rekord von 5,00 m wurde sie zur zweiten Frau mit einem 5-m-Sprung. Am Weltrekord von 5,07 m scheiterte die 24-Jährige. Den Weltrekord hält die Russin Jelena Isinbajewa mit 5,06 m. Über 5.000 m blieb der Weltrekordlauf von Almaz Ayana über 5.000 m aus. Sie blieb in 14:18,89 Minuten rund sieben Sekunden über der acht Jahre alten Weltbestmarke.

Im Rahmen des Meetings erhielt ein belgisches Frauen-Quartett nachträglich die Goldmedaillen der Olympischen Spiele 2008 für die Staffel 4 x 100 m. Olivia Borlse, Hanna Marien, Elodie Ouedraogo und Kim Gevaert waren vor acht Jahren in Peking Zweite geworden, doch wurde der siegreichen russischen Equipe der Titel wegen Dopings ihres Mitglieds Julia Schermoschanskaja aberkannt.

Von: apa

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