Der EM-Bronzemedaillengewinner kam auf 65,66 m

Weißhaidinger Diskus-5. bei Diamond-League-Finale in Brüssel

Freitag, 31. August 2018 | 22:41 Uhr

Auch beim Finale der Diamond League in der Leichtathletik am Freitagabend in Brüssel hat Lukas Weißhaidinger unter Beweis gestellt, dass er zu den Besten der Welt im Diskuswurf gehört. Der Oberösterreicher kam mit 65,66 m an die fünfte Stelle und erhielt dafür 5.000 Dollar Preisgeld (4.276 Euro). Den vollen Topf von 50.000 Dollar nahm Sieger Fedrick Dacres aus Jamaika mit nach Hause.

Mit 68,67 m klassierte sich Dacres im König Baudouin-Stadion vor dem Litauer Andrius Gudzius (67,56), dem Schweden Daniel Stahl (66,74) und den US-Amerikaner Mason Finley (66,09). Aus Europa wurde EM-Bronzemedaillengewinner Weißhaidinger damit wie bei den kontinentalen Meisterschaften in Berlin nur von Gudzius und Stahl besiegt.

“Ich bin super zufrieden mit dem Wettkampf. Wir haben vor dem Diamond-League-Finale gesagt, dass ein Top-5-Platz stark wäre, den habe ich erreicht. Das Niveau war hoch, es waren weite Würfe dabei”, sagte der 26-jährige ÖLV-Rekordler, der sich als erster Österreicher für ein DL-Finale qualifiziert hatte. Trainer Gregor Högler war “sehr stolz auf Lukas”. Mit ein paar Zentimeter mehr wäre noch etwas mehr drin gewesen. “Aber er hat technisch gut geworfen und kaum etwas falsch gemacht.” Letzter Saisonwettkampf ist am 4. September das World Challenge-Meeting in Zagreb.

Über die 100 Meter glänzte der US-Amerikaner Christian Coleman in der Jahresweltbestzeit und persönlicher Bestleistung von 9,79 Sekunden. Er setzte sich bei 0,3 m/s Gegenwind vor seinem Landsmann Ronnie Baker (9,93) durch. “Das ist das erste Rennen in diesem Sommer, in dem ich in Top-Verfassung an den Start gehen konnte”, sagte Coleman, der heuer immer wieder mit kleinen Verletzungen gekämpft hatte.

Die zweite Jahresweltbestleistung des Abends ging auf das Konto des 5.000-m-Läufers Selemon Barega. Der 18-Jährige aus Äthiopien senkte den weltweiten Saisonbestwert gleich um 18 Sekunden. In 12:43,02 Minuten lief er so schnell wie kein Athlet seit 14 Jahren mehr. Im Tempolauf von Brüssel blieben gleich acht Athleten unter der Marke von 13 Minuten.

Für Caterine Ibargüen lohnte sich das frühe Aufstehen in Zürich. Die Kolumbianerin hatte am Donnerstagabend im Letzigrund 50.000 Dollar für den Disziplinsieg im Dreisprung erhalten – mit einem Zentimeter Vorsprung. In Brüssel kamen im Finale der Weitspringerinnen nun nochmals 50.000 Dollar hinzu, sie sprang 6,80 m.

Von: apa