Weißhaidinger in Form seines Lebens

Weißhaidinger nach Berlin-Sieg in Brüssel im Fokus

Donnerstag, 08. September 2016 | 10:14 Uhr

Der Olympia-Sechste Lukas Weißhaidinger setzt am Freitag in Brüssel hinter eine von ihm exzellente Saison einen speziellen Schlusspunkt. Seine Teilnahme am letzten Diamond-League-Meeting der Saison hat sich der Diskuswerfer durch hervorragende Leistungen in dieser Saison erarbeitet. Nach dem Rio-Coup war er in Lausanne Diamond-League-Zweiter und gewann am Samstag beim Berliner ISTAF-Meeting.

“Es war ein extrem erfolgreiches Jahr für mich”, sagte Weißhaidinger zur APA – Austria Presse Agentur. “Ich habe außer beim Einstiegswettkampf und einmal bei Regen immer 64, 65 m geworfen. Damit bin ich hochzufrieden.” In Berlin gewann er mit 66,00 m, womit er u.a. London-Olympiasieger Robert Harting und den Rio-Zweiten Piotr Malachowski hinter sich ließ. Der Pole ist Favorit auf den Sieg im Diamond Race.

Neben dem 33-Jährigen bekommt es Weißhaidinger bis auf Rio-Triumphator Christoph Harting und dem dort drittplatzierten Polen Daniel Jasinski mit allen Athleten aus den Top acht von Olympia zu tun. Garantie auf einen erneuten Podestplatz hat der ÖLV-Athlet da natürlich nicht. “Es gibt 40 Leute, die 65 m werfen können. Mir ist wichtig, dass bei mir im Wettkampf alles passt, ich mit der Leistung selbst zufrieden bin.”

Der 24-Jährige sehnt allerdings schon die mit Samstag beginnende rund einmonatige Pause herbei. “Die Technik passt nicht mehr ganz so”, merkte der Oberösterreicher an. “Der Mensch ist ja auch keine Maschine.” Die Dynamik und Flexibilität sei zum Saisonschluss nicht mehr so gegeben. Klar hofft Weißhaidinger, dass ihm noch einmal so ein Wurf wie der erste von Berlin gelingt, als er gleich auf die Siegerweite gekommen ist.

“Das war ein sehr guter Sieg, aber man kann nicht immer gleich weit werfen”, gab der Schützling der Trainer Josef Schopf und Gregor Högler an. Dass er seine 2015 geworfene nationale Rekordleistung von 67,24 m aber so konstant bestätigt hat, freut ihn am meisten. “Die heurige Saison hat das erledigt, dass das ein Zufall war. Jetzt freue ich mich schon auf das Zurücklehnen und Schauen, was ich da zusammengebracht habe.”

Während Weißhaidinger und seine acht Konkurrenten ab 18.50 Uhr in Aktion treten, geht das Programm schon um 17.30 Uhr los. Bereits für den (heutigen) Donnerstag (17.00) war das Kugelstoßen der Frauen angesetzt. Dem Meeting “Weltklasse Zürich” folgend wird die zweite Tranche der 16 Sieger und Siegerinnen im Diamond Race ermittelt.

Als einer der Höhepunkte wird ein 100-m-Duell der zweifachen Olympiasiegerin Elaine Thompson mit der Niederländerin Dafne Schippers erwartet. Die Äthiopierin Almaz Ayana wiederum wird ein Weltrekord über 5.000 m zugetraut. Im Juni in Rom hatte sie die vor acht Jahren in Oslo fixierten 14:11:15 Minuten ihrer Landsfrau Tirunesh Dibaba knapp verpasst, bei Olympia aber einen klaren 10.000-m-Weltrekord fixiert.

Von: apa

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