Hirscher will 7. große Kugel

Weltcup geht in seine Entscheidung – 17 Rennen in 16 Tagen

Donnerstag, 01. März 2018 | 14:49 Uhr

Nach den 16-tägigen Olympischen Winterspielen mit elf alpinen Ski-Entscheidungen wird der Weltcup ab Samstag während der gleichen Zeitspanne mit noch 16 Einzel-Bewerben entschieden. Damen und Herren haben noch je acht Rennen vor sich, dazu kommt beim Weltcup-Finale in Aare ein Team-Event. Schon dieses Wochenende in Kranjska Gora bzw. Crans Montana wird es zumindest eine Kugel-Entscheidung geben.

Die einzige bisher vergebene Kristallkugel ist die kleine in der Kombination der Herren, nach nur zwei Bewerben ging sie bereits am 12. Jänner an den Südtiroler Peter Fill. Die Wertung in der Damen-Kombination wird am Sonntag in Crans Montana in Super-G und Slalom entschieden. Nach bisher erst einer ausgetragenen Konkurrenz haben quasi noch alle Läuferinnen die Chance auf Platz eins.

Im Fokus stehen natürlich primär die Gesamtweltcup-Entscheidungen. Dabei ist Mikaela Shiffrin bei 671 Punkten Vorsprung nur noch theoretisch abzufangen. Auch wenn die US-Amerikanerin in den Rennen vor den Spielen geschwächelt hat, sollte ihr zweiter Gesamtweltcupsieg nach 2016/17 spätestens nächste Woche nach Riesentorlauf (Freitag) und Slalom (Samstag) in Ofterschwang unter Dach und Fach sein. Aus Deutschland kam am Donnerstag nach der FIS-Schneekontrolle grünes Licht.

Etwas knapper geht es im Herren-Gesamtweltcup zu, Marcel Hirscher hat es aber in der Hand. Dass es der Salzburger trotz seines Bonus von 249 Zählern auf den Norweger Henrik Kristoffersen nicht auf die leichte Schulter nimmt, zeigt seine frühere Olympia-Abreise bzw. sein Verzicht auf ein Teambewerb-Antreten. Dieses Wochenende in Riesentorlauf und Slalom könnte Hirscher praktisch alles klar machen, offiziell könnte sein siebenter Triumph nächste Woche in Kvitfjell werden.

Dort werden die vorletzten Speed-Bewerbe vor der finalen Woche in Aare gefahren. In der Abfahrt haben die rot-weiß-roten Damen und Herren keine Chance mehr auf Platz eins, was in gewisser Weise das Olympia-Abschneiden widerspiegelt. In der Pole Position sind die Schweizer Beat Feuz und Lara Gut. Ganz anders ist es im Super-G. Unter den theoretisch 16 Anwärtern auf Rang eins bei den Herren mischen Vincent Kriechmayr, Hannes Reichelt und Max Franz und Matthias Mayer mit.

Dieses ÖSV-Quartett rangiert hinter den Norwegern Kjetil Jansrud und Svindal auf den Rängen drei bis sechs. Im Super-G der Damen sind Österreichs Möglichkeiten etwas geringer, mit starken Ergebnissen am Samstag in Crans Montana sowie in Aare könnten die Olympia-Zweite Anna Veith oder Nicole Schmidhofer noch nach vor preschen. Gefährlichste Konkurrentin Guts ist aber klar die Liechtensteinerin Tina Weirather.

Im Slalom ist der Vorsprung von Hirscher und Shiffrin mit 144 bzw. 175 Punkten bei noch je zwei ausstehenden Torläufen komfortabel. Der ÖSV-Superstar würde bereits mit einem dritten Platz am Sonntag in Kranjska Gora von Kristoffersen in Aare nicht mehr einzuholen sein und seine fünfte Slalom-Kugel holen. Shiffrin würde in Ofterschwang auf jeden Fall bereits Rang zehn genügen, um vor ihrer slowakischen Verfolgerin Petra Vlhova zu bleiben.

Im Riesentorlauf letztlich könnte es für Hirscher bei 105 Zählern Vorsprung auf Kristoffersen schon am Samstag mit seiner ebenfalls fünften Kugel klappen. Alle anderen Konkurrenten können – wie im Slalom – den zweifachen Olympiasieger nicht mehr abfangen. Mehr Spannung verspricht hingegen der Kugel-Kampf im Damen-Riesentorlauf. Die Deutsche Viktoria Rebensburg, die Französin Tessa Worley und Olympiasiegerin Shiffrin trennen vor Ofterschwang und Aare nur 81 Punkte.

Von: apa