Der Burgenländer mit ungewohntem Windschutz

Wiesberger verlor bei Masters mit 76er-Runde an Boden

Samstag, 08. April 2017 | 22:31 Uhr

Golfprofi Bernd Wiesberger ist beim Masters in Augusta zurückgefallen. Der Burgenländer spielte am dritten Tag eine 76er-Runde von vier über Par, mit der er von der 35. Stelle aus etliche Positionen einbüßen wird. Zahlreiche andere Spieler, darunter die Topstars, hatten ihre vorletzte Runde am späten Samstagabend (MESZ) noch nicht beendet.

Zuvor hatte Wiesberger nach Runden von 77 und 72 Schlägen und bei insgesamt fünf über Par als 35. zum dritten Mal in Folge den Cut beim Golf-Masters in Augusta geschafft. In Führung liegt nach zwei von vier Runden ein bei 140 Schlägen (-4) liegendes Quartett mit Charley Hoffman, dem Spanier Sergio Garcia, Thomas Pieters (BEL) und Rickie Fowler.

Wiesberger startete im Gegensatz zum ersten Tag am Freitag (Ortszeit) im Augusta National GC mit Schlaggewinnen auf den Löchern zwei und drei ausgezeichnet. Turbulent verlief dann freilich seine Reise durch den berüchtigten “Amen Corner”, die er nach einem Wasserball mit einem Doppel-Bogey auf der 11 begann, einem Bogey auf der 12 fortsetzte und einem Birdie auf der 13 beendete. Nach einem weiteren Birdie auf der 16 setzte es zum Abschluss aber doch noch auch einen weiteren Schlagverlust auf der 18.

“Die beiden frühen Birdies haben mich schnell in eine angenehmere Position gebracht. Auf Loch elf hat eine Böe einen perfekt getroffenen Ball aus der Richtung gelenkt, was mich zwei Schläge gekostet hat”, sagte Wiesberger nach seiner zweiten Runde. “Leider konnte ich weitere gute Chancen auf den hinteren neun Loch nur teilweise nutzen.”

Obwohl der Vortages-66. mit seiner Par-Runde gleich 31 Plätze gut machte, war dem 31-jährigen Österreicher bewusst, dass es sogar noch weiter nach vor gehen hätte können. “Grundsätzlich bin ich mit dem heutigen Ergebnis zufrieden. Ich bin aber auch der Meinung, dass mehr drinnen gewesen wäre”, sagte er deshalb und erklärte: “Bis auf den zweiten Schlag am 18. Loch habe ich eigentlich durchwegs gute Schläge gemacht und den Ball in den windigen Bedingungen viel besser kontrolliert als noch am ersten Tag. Auch der Putter hat besser funktioniert als gestern.”

Damit hat Wiesberger auch bei seinem dritten Augusta-Start den Sprungs ins Wochenende und damit den Kampf um das große Preisgeld beim mit zehn Mio. Dollar dotierten ersten Golf-Major des Jahres geschafft. Sein Masters-Debüt hatte er 2015 als 22. und bester Neuling beendet, im Vorjahr war er 34. geworden.

Neun Schläge Rückstand auf die Spitze hat Wiesberger 2017 vor den beiden Schlussrunden. “Jetzt kann ich am Wochenende von hinten angreifen”, nahm sich der Weltranglisten-41. aus dem Burgenland vor.

Von: apa