Wiesberger strebt nach seinem zweiten Sieg in Atzenbrugg

Wiesberger, Wood und Wu als Stars der Lyoness Open 2017

Dienstag, 30. Mai 2017 | 16:55 Uhr

Mit dem englischen Rydercupper Chris Wood, Lokalmatador Bernd Wiesberger sowie Titelverteidiger Wu Ashun aus China beginnen die drei Zugnummern der Lyoness-Golf-Open 2017 in Atzenbrugg allesamt mit demselben Buchstaben. Aber auch hinter den “3W” stellen sich vom 8. bis 11. Juni Siegkandidaten beim größten österreichischen Profigolfturnier an. Allen voran Joost Luiten.

Der Niederländer ist – wie auch der Franzose Gregory Bourdy- ein echter Atzenbrugg-Spezialist. Luiten war hier noch nie schlechter als Sechster und hat 2013 gewonnen. Alvaro Quiros gehört laut letztgültiger Nennliste neben Wiesberger und den beiden Engländern Matt Wallace und Graeme Storm zu den letztlich vier Saisonsiegern, die kommende Woche dem Diamond Country Club die Ehre geben. Soferne Quiros spielen kann. Der Longhitter aus Spanien hat kürzlich auf Sizilien gewonnen, ist aber verletzungsbedingt ein “Wackelkandidat”. Für Schweden in dieser Woche sagte er bereits ab.

Obwohl es in der letzten Entry List einige fixe Änderungen gab – so sagten etwa mit Edoardo Molinari (ITA), dem Südkoreaner Wang Jeunghun oder dem Schotten Richie Ramsey einige Klasseleute ab – verspricht das Starterfeld auch 2017 Spannung. Noch nie hat ein Spieler bei den österreichischen Open seinen Titel erfolgreich verteidigt, noch nie hat ein Profi das mit einer Million Euro dotierte Turnier der European Tour in Niederösterreich überhaupt zwei Mal gewonnen. Neben Wiesberger (2013), Wood (2015) und Wu (2016) haben diesmal auch der Spanier Jose Manuel Lara (2010), der Australier Richard Green (2007) und Markus Brier (2006) die Möglichkeit.

Brier hatte 2006 mit dem Gewinn der Austrian Open im Fontana GC für Österreichs ersten Tour-Sieg überhaupt gesorgt, nachdem er dieses Event davor schon zwei Mal als Teil der Challenge-Tour für sich entschieden hatte. Der Wiener kehrt kommende Woche mit bald 49 Jahren auf die European Tour zurück, weil er in etwas mehr als einem Jahr auf der Senioren Tour abschlagen will.

Neben Brier sorgen auch weitere Golf-Legenden wie der 21-fache Tour-Sieger Miguel Angel Jimenez (53) aus Spanien oder der kanadische 2003-Masters-Gewinner Mike Weir (47) dafür, dass die Lyoness Open 2017 auch ein Duell der Generationen sind.

Bei den jungen Spielern sieht man vor allem dem Profi-Debüt von Matthias Schwab mit großem Interesse entgegen. Der 22-jährige Österreicher zeigte eine Woche vor Atzenbrugg bei seinen letzten Auftritten als Amateur in den USA erneut große Klasse. Bei den NCAA-Finals in Chicago wurde der Schladminger sensationeller Dritter der Einzelwertung. Schwab hatte damit auch großen Anteil daran, dass Vanderbilt unter 30 Universitäten souverän als Zählwettspiel-Sieger ins Viertelfinale (Dienstag) und damit in die entscheidende Matchplay-Phase kam. Das Finale steht am Mittwoch auf dem Plan.

Klare Nummer eins in Atzenbrugg ist als Nummer 29 der Weltrangliste aber Bernd Wiesberger. Der 31-jährige Burgenländer steht mitten in seiner insgesamt wohl stärksten Phase als Profi bisher. Der Oberwarter hat seit fast einem Jahr keinen Cut mehr verpasst und vergangenen April bei den Shenzhen Open seinen fünften großen Tour-Titel geholt.

Neben Wiesberger spielen in Atzenbrugg 13 weitere Österreicher. Neben Schwab und Brier sind dies u.a. auch noch Sepp Straka, Ex-Europameister Manuel Trappel und Gösser-Open-Gewinner Lukas Nemecz.

Von: apa

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