Sebastian Vettel drehte die meisten Runden

Williams bei Tests nicht fahrbereit – Vettel voran

Montag, 18. Februar 2019 | 14:24 Uhr

Der britische Traditionsrennstall Williams wird wahrscheinlich auch am Dienstag noch nicht in die Testfahrten der Formel 1 einsteigen. “Das ist natürlich extrem enttäuschend”, sagte die Stellvertretende Teamchefin Claire Williams am Montag.

Während alle andere Teams auf dem Circuit de Catalunya am Auftakttag der Testfahrten ihren Runden drehten, ging für den 34-jährigen Rückkehrer Robert Kubica aus Polen und den 21-jährigen Neuling George Russell nichts. Der neue FW42 ist nicht rechtzeitig fertig geworden. Es sei wahrscheinlicher, dass es frühestens am Mittwoch soweit sei, meinte Williams.

Die erste Phase der Probefahrten endet am Donnerstag um 18.00 Uhr. Die zweite Testreihe findet von 26. Februar bis 1. März erneut auf dem Kurs in Katalonien statt. Die Saison beginnt am 17. März in Melbourne.

Verheißungsvoll startete Sebastian Vettel in die entscheidende Phase der Vorbereitung auf den Titelkampf der Formel 1. Der viermalige Weltmeister absolvierte am Montag mit seinem neuen Ferrari SF90 auf Anhieb mehr als eine Renndistanz bis zur Mittagspause des ersten offiziellen Testtages und stellte vorerst auch die Bestzeit auf. Vettel drehte 72 Runden und damit die meisten der neun Fahrer, die zunächst im Einsatz waren.

Für seine schnellste Runde auf dem 4,655 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs bei Barcelona benötigte der Deutsche 1:18,161 Minuten. Er unterbot damit bereits die Bestzeit (1:19,673) der ersten Testwoche vor einem Jahr auf dem Kurs, der als perfekter Gradmesser gilt. Die Renndistanz auf der Strecke beträgt 66 Runden.

Zweitschnellster war in den ersten vier Stunden am Montag der Mexikaner Sergio Perez von Racing Point, er kam aber nur auf 20 Runden. 69 schaffte Valtteri Bottas im Mercedes. Der Finne fuhr die drittschnellste Runde, er wird den W10 nach der Pause an den fünfmaligen Weltmeister Lewis Hamilton übergeben. In 1:20,127 Minuten war Bottas über zwei Sekunden langsamer als Vettel.

Auf Rang vier folgte dessen ehemaliger Teamkollege Kimi Räikkönen, der in dieser Saison für das ehemalige Sauber-Team aus der Schweiz, neuerdings Alfa Romeo, fährt. Max Verstappen wurde im Red Bull mit Honda-Motor Fünfter. Die Zeiten und damit Platzierungen haben allerdings nur eingeschränkte Aussagekraft. Die Teams haben unterschiedliche Testprogramme, die sie in den ersten vier Tagen abspulen.

Von: APA/dpa