Oliver Marach zieht Washington Kitzbühel vor

Wimbledon-Finalist Marach nun nicht in Kitzbühel am Start

Donnerstag, 20. Juli 2017 | 11:20 Uhr

Der frisch gebackene Wimbledon-Finalist im Doppel, Oliver Marach, wird nun doch nicht beim Generali Open in Kitzbühel (ab 31. Juli) antreten. Der 37-jährige Steirer änderte aufgrund seines Erfolges in London seinen Turnierplan. Er tritt nun in der Kitz-Woche beim Hartplatz-Turnier in Washington an, um eine bessere Hartplatz-Vorbereitung für die großen Events zu haben.

“Wir sind jetzt bei allen großen Turnieren drinnen mit unserem Ranking. Ich spiele mit Philipp (Oswald, Anm.) nur noch Gstaad, Kitzbühel muss ich leider ausfallen lassen”, erklärte Marach in einem ORF-Interview. Man sei aufgrund des Ranking-Sprungs nun bei den Hartplatz-Turnieren in Cincinnati und beim Masters-1000-Turnier in Montreal fix im Hauptbewerb. “Ich will eine gute Vorbereitung haben und jetzt muss ich Washington spielen.” Allerdings nicht mit seinem Wimbledon-Partner Mate Pavic, der sich schon vor Wimbledon wegen einer damals akuten Handgelenksverletzung Marachs einen anderen Partner gesucht und gefunden hat.

Marach hofft auch noch, mit Pavic einen Platz bei den ATP World Tour Finals in London zu ergattern. Marach/Pavic stehen im Race aktuell auf dem elften Platz, die besten acht Teams qualifizieren sich. Auf Platz acht fehlen aktuell 320 Zähler. “Wenn wir gut spielen und uns so präsentieren wie in Wimbledon, dann werden wir sicher noch ein paar Punkte machen und vielleicht noch eine Chance aufs Masters kriegen”, hofft der Steirer, der 2009 und 2010 mit dem Polen Lukasz Kubot schon zweimal in der 02-Arena dabei gewesen ist.

Noch vor dem Wiener Stadthallenturnier gibt es aber eventuell doch eine Chance für heimische Fans, Marach live bei der Arbeit zuzusehen. Der Heim-Davis-Cup in Wels gegen Rumänien vom 15. bis 17. September ist für Marach ein Thema. Kapitän Stefan Koubek hat Marach schon vor Wimbledon und auch danach kontaktiert. “Ich habe ihm gesagt, ‘wenn du mich brauchst, stehe ich zur Verfügung’. Er soll sich nur rechtzeitig melden. Da haben wir noch sechs, sieben Wochen”, sagte Marach.

Von: apa