Dumoulin nicht zu biegen

Zeitfahr-WM-Gold an Dumoulin

Mittwoch, 20. September 2017 | 20:06 Uhr

Der Niederländer Tom Dumoulin hat am Mittwoch bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften in Bergen Gold im Einzelzeitfahren gewonnen und dabei seine Favoritenrolle unter Beweis gestellt. Mit 57,7 Sekunden Rückstand auf den Giro-Sieger holte der Slowene Primoz Roglic (+57 Sek.) die Silbermedaille. Den dritten Platz belegte Chris Froome (GBR), der ebenso als heißer Anwärter auf Gold gegolten hatte.

Dumoulin dominierte das 31 km lange Rennen mit einem 3,4-km-Schlussanstieg auf den Flöyen. Dabei trotzte der Niederländer den Regenbedingungen, mit denen die späteren Teilnehmer zu kämpfen hatten. Für den 26-jährigen nunmehrigen Träger des Regenbogen-Trikots ist es bereits die zweite Goldmedaille bei den Titelkämpfen in Norwegen. Am Sonntag hatte er mit seinem Team Sunweb im Teamzeitfahren gesiegt. Der neue Champion spricht von einem “unglaublichen” Erfolg. “Ich habe mich sehr gut gefühlt. Als es zu regnen begann, musste ich die Kurven sehr langsam fahren, insbesondere im Anstieg”, erklärte Dumoulin.

Chris Froome, der zuletzt das Double aus Tour de France und Vuelta fixiert hatte, musste sich wie schon mit dem Team abermals mit Bronze begnügen. Der Brite sicherte sich mit 1:21 Minuten Rückstand gerade noch seine erste WM-Einzelmedaille, verpasste nach den Siegen in Frankreich und Spanien aber das historische Triple. Titelverteidiger Tony Martin aus Deutschland kam nicht über Rang neun hinaus.

Für Chris Froome ist die Bronzemedaille keine Enttäuschung. “Es war eine unvergessliche Saison für mich mit der Tour de France und der Vuelta. Das jetzt so beendet zu haben, macht mich sehr dankbar”, sagte der Brite. Für Sieger Dumoulin fand der Drittplatzierte lobende Worte. “Er ist auf einem Toplevel, also ist der Sieg keine Überraschung. Er war heute bei weitem der Stärkste auf der Straße.”

Die Österreicher Lukas Pöstlberger (46.) und Riccardo Zoidl (47.) kamen mit mehr als vier Minuten Rückstand nicht in die Top 40. Zoidl sprach aufgrund der Bergankunft mit möglichem Radwechsel von einem “sehr speziellen” Rennen. “Der Schlussanstieg war sehr anspruchsvoll. Man musste sich die Kräfte gut einteilen. Ich bin fast ein wenig zu schnell in die Wechselzone gekommen und habe das dann etwas büßen müssen”, meinte der 2012 bereits einmal auf Rang 14 gefahrene Oberösterreicher im ORF-Fernsehen.

Von: APA/dpa/ag.

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