Land arbeitet mit AVS und CAI zusammen

3,2 Mio. Euro für Sanierung der Schutzhütten

Dienstag, 30. Juni 2015 | 15:15 Uhr

Bozen – Das Land und die beiden alpine Vereine AVS und CAI gehen bei der Führung der 25 Schutzhütten in Landesbesitz gemeinsame Wege. Heute hat die Landesregierung die Vereinbarung gutgeheißen, die eine Zusammenarbeit sowohl bei der Vergabe als auch der Führung der Hütten festschreibt. Außerdem hat die Landesregierung heute 3,2 Millionen Euro für die Sanierung der Hütten zur Verfügung gestellt.

2011 sind 25 Schutzhütten vom italienischen Alpenverein CAI auf das Land Südtirol übergegangen. Seither hat sich das Land bemüht, ein langfristiges Vergabekonzept zur Führung der Hütten zu entwickeln. Nachdem ein Wettbewerbsverfahren vor einem Jahr leer ausgegangen war, hat die Landesregierung einen neuen Weg eingeschlagen, der jetzt in eine enge Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Alpenverein (AVS) und dem CAI mündet. "Wir haben uns mit den Vertretern der Hüttenwirte sowie CAI und AVS zusammengesetzt und eine einvernehmliche Lösung erzielt", erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher nach der Sitzung der Landesregierung.

Grundlage der Kooperation ist eine Vereinbarung zwischen Land, AVS und CAI, die von der Landesregierung gutgeheißen worden ist und die am kommenden Donnerstag, 2. Juli, um 9.00 Uhr im Bozner Palais Widmann vom Landeshauptmann sowie den Vereinspräsidenten von AVS, Georg Simeoni, und CAI, Claudio Sartori, unterzeichnet wird.

Inhalt der Vereinbarung ist die Einsetzung einer paritätischen Kommission, die aus AVS- und CAI-Vorsitzendem sowie den Direktoren der Landesämter für Bauerhaltung und Geologie und Baustoffprüfung besteht. Diese Kommission wird ein Leistungsverzeichnis für die öffentliche Vergabe der Führung der Hütten ausarbeiten, die Führung der Hütten überwachen sowie eine Prioritätenliste für die Sanierung der Hütten ausarbeiten. "AVS und CAI werden eine Beraterfunktion für das Land übernehmen und werden auch in Bezug auf notwendige Instandhaltungsmaßnahmen beratend tätig sein", erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Allein durch die Pachtverträge werden nicht ausreichend Mittel bereitstehen, um alle nötigen Maßnahmen zu finanzieren. „Deshalb werden wir jährlich eine entsprechende Summe im Landeshaushalt dafür bereitstellen“, versprach der Landeshauptmann.

Für die Dienstleistung, die AVS und CAI erbringen, erhalten sie jährlich eine Summe von 40.000 Euro, so Kompatscher. Aufgeteilt wird das Geld unter den Vereinen je nach Anzahl der von ihnen betreuten Schutzhütten. "Diese Kosten würden für das Land ohnehin anfallen, da die Aufgaben ansonsten von Mitarbeitern der Landesverwaltung übernommen werden müssten", betonte der Landeshauptmann.

"Die Schutzhütten erfüllen eine wichtige Aufgabe, da sie traditionell von den Südtirolern sehr stark genutzt und geschätzt werden und eine große Rolle für den Tourismus spielen", sagte der Landeshauptmann.

Von: lpa

Bezirk: Bozen