Internationale Pestizid-Aktionswoche 2015 in Verona

“Abhängigkeit der Landwirtschaft von Pestiziden ist Sackgasse”

Montag, 20. April 2015 | 12:04 Uhr

Verona/Mals – Im März 2015 fand die zehnte Auflage der Internationalen Pestizid-Aktionswoche statt. Das Ziel der Pestizid-Aktionswochen ist es, durch publikumswirksame Aktionen über den Einsatz von Pestiziden, dessen negative Auswirkungen auf die Gesundheit, das soziale Gleichgewicht und die Umwelt sowie über die Alternativen zum Einsatz von Pestiziden zu informieren. Weltweit gab es mehr als 1.000 Veranstaltungen, Konferenzen, Ausstellungen, Workshops und  Infostände. An den Aktionswochen wirkten 400 Partner direkt vor Ort mit, 16 Länder und 35 nationale und europäische Partner haben an den Aktivitäten teilgenommen.

„Das Promotoren Team der Gemeinde „Mals Frei von Pestiziden“ wurde nach Verona eingeladen, und konnte so über die aktuellen Entwicklungen und den derzeitigen Stand der Dinge in der Gemeinde Mals ein höchst interessiertes Publikum informieren. Das vorwiegend italienischsprachige Publikum, aber auch Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und Belgien, konnten sich anhand des Beispiels Mals inspirieren lassen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Unter den Vortragenden war auch Frau Dr. Patrizia Gentilini, die seit über 30 Jahren zu den langfristigen Risiken der Ausbringung von Pestiziden auf die Gesundheit der Menschen forscht und weltweit anerkannte wissenschaftliche Forschungsergebnisse veröffentlich hat. Fabio Tafettani, PAN-Italia Präsident und Professor für Botanik an der Universität Ancona, informierte über die Folgen der Pestizidanwendungen für die Natur und die Biodiversität, anhand eines Beispiels in der Provinz Ancona.

Alle Teilnehmer dieser Konferenz waren sich einig, "dass diese Abhängigkeit der Landwirtschaft von den Pestiziden eine Sackgasse darstellt und daher die weitere Ökologisierung der Landwirtschaft das Ziel der europäischen Agrarpolitik für die nächsten Jahre sein muss."

Von: ©lu

Bezirk: Bozen