Ein Vergleich der ASGB-Jugend

Alarmierend: Südtirol mit den meisten Ausbildungsabbrüchen in der Euregio

Freitag, 18. September 2015 | 16:53 Uhr

Bozen – Anlässlich zum Euregio-Fest, das am Samstag 19. September in Hall in Tirol stattfindet, hat das Landesinstitut für Statistik ASTAT ein Faltblatt mit Zahlen zur Europaregion 2015 veröffentlicht. „Auffallend daran ist, dass Südtirol in allen Zahlen zur Arbeit dem Bundesland Tirol hinterherhinkt“, erklärt die ASGB-Jugend in einer Aussendung.

Besonders eklatant und besorgniserregend seien die Zahlen bei den Ausbildungsabbrüchen, die sogar im Trentino geringer sind als in Südtirol. Während die Ausbildungsabbruchquote in Südtirol 13,1 Prozent betrage, seien die Zahlen in der restlichen Europaregion sehr viel erfreulicher: 8,5 Prozent im Trentino und 7,1 Prozent in Tirol.

Der ASGB-JUGEND ist unter diesem Kontext unerklärlich, warum in der Vergangenheit ausschließlich Vergleiche mit den schlechter dastehenden Regionen Italiens gemacht wurden und im Zeichen der Europaregion nicht auf die Nachbarregionen geschaut wurde. Die genannte Zahl zu den Ausbildungsabbrüchen sei alarmierend und sollte demzufolge auch dementsprechend kommuniziert werden, um auch zeitnah Maßnahmen zur Eindämmung derselben treffen zu können. „Wir erwarten uns von Seiten der Verantwortlichen schnellstmöglich ein Konzept wie dem entgegengewirkt werden kann“, so die ASGB-Jugend.

Überaus überraschend ist außerdem der Vergleich der Internetanschlüsse zwischen den Europaregionen. 76 Prozent der Südtiroler Haushalte haben laut ASTAT einen Internetanschluss. „Damit erreichen wir nicht einmal den europäischen Durchschnitt von 81 Prozent. Dass Tirols Haushalte mit 84 Prozent vor uns liegen, wollen wir der Korrektheit halber nur kurz erwähnt haben. Diese Zahlen zeigen, dass Südtirol nicht der Nabel der Welt ist, wie es gerne dargestellt wird und noch viel Arbeit vor uns liegt. Unser Anspruch muss es sein, uns europaweit mit den besten Regionen zu vergleichen und nicht, wie es in der Vergangenheit üblich war, Vergleiche mit den schwächsten Regionen zu ziehen, um in der Öffentlichkeit gut da zu stehen“, zeigt sich die ASGB-JUGEND in einer Presseaussendung überzeugt.

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