So konnte Schlimmeres verhindert werden

Ammoniakaustritt in Vilpian: Bevölkerung nicht bedroht

Montag, 21. September 2015 | 08:08 Uhr

Vilpian – Für viel Aufsehen hat ein Gefahrguteinsatz mehrerer Feuerwehren am Sonntagabend in Vilpian im Südtiroler Etschtal gesorgt.

Nach dem Austritt von Ammoniak in einer Obstgenossenschaft wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster geschlossen zu halten. Zwei Techniker mussten zur Kontrolle in ein Krankenhaus. Die Bewohner eines Hauses mussten evakuiert werden.

Der Austritt von Ammoniak bei der Obstgenossenschaft "Fructus" in Vilpian am Sonntagabend stellte für die Bevölkerung keine Gefahr dar, erklärt die Bozner Berufsfeuerwehr nach dem Einsatz.

Gegen 20.40 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr zusammen mit den örtlichen Freiwilligen Feuerwehren zu einem Gefahrguteinsatz nach Vilpian gerufen. Dort gab es einen größeren Austritt von Ammoniak bei einer Obstgenossenschaft.

Im Kompressorraum der Kühlanlage ist es nach einem Defekt zu einem unkontrollierten Ammoniakaustritt gekommen. Automatische Sprinkleranlagen und ein großes Auffangbecken haben eine größere Ausbreitung der Substanz unterbunden.

In einem gemeinsam koordiniert und durchgeführten Einsatz konnte das Leck nach rund einer Stunde geschlossen und somit ein weiterer Austritt unterbunden werden. Zwei Techniker der Firma wurden vorsorglich vom Weissen Kreuz ins Krankenhaus eingeliefert.

Während des Einsatzes wurde ein Haus mit einigen Personen evakuiert, alle konnten gegen 22.00 Uhr wieder zurück in ihre Wohnungen.

Die Landesumweltagentur führte Messungen durch, es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die umliegende Bevölkerung.

Neben der Berufsfeuerwehr standen folgende Organisationen im Einsatz: die Freiwillige Feuerwehren von Vilpian, Terlan, und Nals, das Weisse Kreuz und die Landesumweltagentur.

Von: ©lu

Bezirk: Burggrafenamt