Motorradfahrer aus Deutschland klagte

Auf Ölspur gestürzt: Land muss 27.700 Euro zahlen

Dienstag, 07. April 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – Im Sommer 2014 ist ein bundesdeutscher Urlauber mit seinem Motorrad auf einer Ölspur in Vierschach ausgerutscht und verletzte sich dabei erheblich.

In der Folge klagten sowohl der Urlauber als auch seine Krankenversicherung, vertreten durch die Bozner Rechtsanwaltskanzlei Wenter & Gabrieli, auf Schadenersatz, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

Am Tag zuvor war an der Unfallstelle nämlich ein Lastwagen umgekippt. Die Feuerwehr hatte zwar Ölbindemittel ausgebracht, doch offenbar musste eine leichte Spur zurückgeblieben sein, befand Richterin Consuelo Pasquali nach den Schilderungen eines Polizeibeamten, der die Unfallerhebungen vorgenommen hatte.

Richterin Pasquali folgte der Argumentation von Rechtsanwalt Markus Wenter, wonach die Straßenmeisterei nicht ordnungsgemäß für die Säuberung der Fahrbahn gesorgt habe. Das Land hat als Verwahrer der Straßen für deren Sicherheit zu sorgen, so die Richterin.

Das Land wurde dazu verurteilt, den Verunglückten und dessen Krankenversicherung mit insgesamt 27.700 Euro zu entschädigen. Zudem muss das Land die Prozessspesen der Kläger tragen.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen