Muren abgegangen und Bäche über die Ufer getreten

Aufräumarbeiten in Pflersch dauern zwei Wochen

Dienstag, 21. Juli 2015 | 17:27 Uhr

Pflersch – Mitarbeiter vom Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord haben sich am Montagmorgen einen Überblick über die Lage in Pflersch verschafft und Sofortmaßnahmen in die Wege geleitet.

Das Unwetter, das am Sonntagabend gegen 22.00 Uhr im Pflerschertal niederging, hat zu Murenabgängen in sechs Seitengräben des Pflerscher Baches geführt. An einigen Stellen ist der Bach durch die Geröllmassen aufgestaut worden und in Folge über die Ufer getreten. Die Wassermassen richtete dabei bei einem Haus Schäden an.

Von den Seitengräben gingen Muren bis zu Häusern hin ab. An den Wohnhäusern entstanden zum Glück  keine Schäden, wohl aber an Zufahrtswegen, landwirtschaftlichen Nebengebäuden und Wiesen. Weiteres wurde eine öffentliche Wasserleitung in Mitleidenschaft gezogen.

In den vergangenen zwei Tagen wurden sämtliche Bäche untersucht und das Ausmaß der Schäden erhoben. Dabei wurde festgestellt, dass das meiste Geröll aus den steilen und unzugänglichen Schluchten abtransportiert und an den Schwemmkegeln abgelagert worden ist. Insgesamt sind grob geschätzt zirka 10.000 bis 15.000 Kubikmeter Geröll im Pflerscherbach und im Mündungsbereich der der Gräben abgelagert worden. Auch zirka drei Hektar Wiesen sind direkt von Wasser und Geröllmassen übermurt worden. Zum Glück sind die Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen  überschaubar, so dass die Schäden  in wenigen Wochen behoben sein dürften, bestätigt der Direktor der Abteilung Wasserschutzbauten Rudolf Pollinger.

Derzeit werden die Bachbette geräumt, und das Material abtransportiert. Gleichzeitig wird das mit geschwemmte Holz entfern und die Ufer instand gesetzt. Vor allem muss so schnell wie möglich der ursprüngliche Abflussquerschnitt wiederhergestellt werden um bei weiteren Unwettern gerüstet zu sein. Die Arbeiten werden ungefähr 14 Tage in Anspruch nehmen und kosten nach einer ersten Schätzung 40.000 Euro.

Gleichzeitig wird von den Technikern des Amtes überprüft, inwieweit zusätzliche Schutzmaßnahmen möglich sind.

Von: ©lpa

Bezirk: Wipptal