Experten für Energie kosten bis zu 1500 Euro täglich

Ausgaben für externe Berater nehmen zu

Freitag, 10. April 2015 | 12:05 Uhr

Bozen – Die Energieexperten für die Neubewertung der Stromkonzessionen in Zusammenhang mit der SEL-Affäre kosten bis zu 1.500 Euro am Tag. Drei Fachleute waren für maximal zehn Tage beschäftigt. Das geht aus der Beantwortung einer Landtagsanfrage des Freiheitlichen Sigmar Stocker hervor.

Wie das Tagblatt Dolomiten berichtet, könnte die Neubewertung insgesamt bis zu 39.000 Euro kosten – wenn die drei Fachleute die maximalen zehn Tage in Rechnung stellen.

Florian Zerzer, Ressortchef von Landesrat Theiner, geht aber davon aus, dass man darunterbleiben wird.

Zerzer erklärt gegenüber den „Dolomiten“, dass die Landesregierung gerade wegen der heiklen Angelegenheit und der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit, die einer Neubewertung des Wettbewerbes zukommt bzw. zugekommen ist, „auf Spitzenfachleute zurückgegriffen hat, die mit der gesamten Angelegenheit nie etwas zu tun hatten, und so völlig unbeeinflusst ein Gutachten erstellen konnten. Das musste es uns wert sein“.

Unterdessen liegen die neuesten Daten zu den Berateraufträgen der Landesregierung für 2014 vor. Daraus geht hervor, dass die Kosten für externe Fachleute von 2013 auf 2014 um 159.000 Euro gestiegen sind, und zwar von 8,3 Mio. Euro auf 8,5 Mio.

Eros Magnago, der Generalsekretär und Chefkämmerer des Landes, gibt aber gegenüber den „Dolomiten“ an, dass der Haushalt im gleichen Zeitraum um 200 Millionen Euro zugenommen habe.

Besonders im Bereich Hochbau und bei der Wildbachverbauung sind die Berateraufträge angestiegen. Dies habe laut Magnago damit zu tun, dass die Landesregierung mit Investitionen die Wirtschaft ankurbeln wollte. „Und dazu werden dann Machbarkeitsstudien, Gutachten usw. von Ingenieuren, Geometern und Architekten nötig“.

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