Geringe Beute, großer Sachschaden

Autoeinbrüche in Sexten – Zunahme registriert

Mittwoch, 08. April 2015 | 12:00 Uhr

Sexten – Nachdem erst kürzlich die Scheiben mehrerer Autos in Rein in Taufers eingeschlagen worden waren, schlugen Unbekannte in der Nacht von Montag auf Dienstag in Sexten zu. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um dieselben Täter handelt.

Laut einem Bericht der Tageszeitung Alto Adige wurden mindestens sechs Autos geplündert, wobei die Besitzer Anzeige bei den Carabinieri erstatteten. Obwohl die Beute in den meisten Fällen gering ausfiel, ist der angerichtete Schaden bedeutend größer. Insgesamt rechnet man, dass die Unbekannten nur wenige 100 Euro ergattern konnten.

Zugeschlagen haben die Täter unter anderem am Fuße des Kreuzbergpasses, wo mehrere Autos vor dem Hotel Waldheim geparkt waren, und im Fischleintal, wo sie sogar Autos vor dem Hotel Bad Moos ins Visier nahmen.

Die Ermittler werten auch Bilder von nahegelegenen Überwachungskameras aus.

Zunahme registriert

Laut einem Bericht des Tagblatts Dolomiten hat die Zahl der Autoeinbrüche von 2013 auf 2014 in ganz Südtirol um 7,5 Prozent zugenommen. 2013 wurden laut Regierungskommissariat 1.168 Einbrüche in geparkte Autos angezeigt, 2014 waren es bereits 1.256 Anzeigen.

Statistisch wird damit im Durchschnitt jeden Tag mindestens in drei bis vier Pkw eingebrochen. Doch nicht immer wird Anzeige erstattet, weshalb die Dunkelziffer vermutlich höher ausfällt.

Autoeinbrecher suchen immer öfter kleine Dörfer auf und bevorzugen Fahrzeuge auf Parkplätzen, wo Wertgegenstände sichtbar sind. Das können eine Jacke, ein Rucksack, ein Fotoapparat oder eine Ledertasche sein.

Neben Überwachungskameras schrecken auch Kontrollen Autoeinbrecher ab. In Meran hat die Stadtpolizei im Jahr 2013 noch 32 Autoeinbrüche registriert, 2014 ist die Zahl der Einbrüche dann auf elf gesunken. Grund dafür war, dass man Kontrollen in einigen Zonen verstärkt habe, heißt es laut Stadtpolizei.

Gefährdet seien auch Autos, die auf Parkplätzen abgestellt werden, wo man danach zu einer längeren Wanderung aufbricht. Dort haben die Diebe genug Zeit, um den richtigen Moment abzuwarten. Auch wer seine Wertsachen im Kofferraum verstaut, wo sie danach von außen nicht gesehen werden, sollte sich darauf nicht verlassen. Stattdessen müsse man damit rechnen, dass die Diebe den Autobesitzer beim Verstauen beobachtet haben könnten.

Von: ©mk

Bezirk: Pustertal