Staatsanwaltschaft beantragt Einstellung der Ermittlungen

Autopsie schließt Mord mit Medikamenten aus

Mittwoch, 30. September 2015 | 12:07 Uhr

Bozen – Mit der Autopsie eines 65-jährigen Mannes konnte ein Mord mit Beruhigungsmitteln ausgeschlossen werden. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt beantragt, die Ermittlungen gegen die Stiefmutter einzustellen.

Sie war vom Sohn des Mannes beschuldigt worden, den todkranken Mann durch Beruhigungsmittel ermordet zu haben. Der 65-Jährige litt an Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Laut der Autopsie ist der Tod dadurch und nicht durch Medikamentenabgabe verursacht worden. Jetzt liegt der Ball beim Untersuchungsrichter.

Laut dem Tagblatt Dolomiten dürfte er dem Antrag des Staatsanwaltes auf Einstellung des Verfahrens stattgeben.

Der 65-Jährige war mit einem Krebsleiden in fortgeschrittenem Stadium aus der Palliativtherapie nach Hause entlassen worden. Seine Frau pflegte ihn. Doch als der Mann starb, erhob sein Sohn plötzlich schwere Vorwürfe gegen die Stiefmutter: Sie habe dem Vater Beruhigungstabletten verabreicht und damit seinen Tod verursacht.

Durch die Autopsie konnte sowohl ausgeschlossen werden, dass das Medikament einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf hatte als auch, dass die Einnahme der Arznei den Tod des Mannes verursacht haben könnte. Er war seinem schweren Krebsleiden erlegen.

Auch war das Beruhigungsmittel dem Kranken verschrieben und regulär verabreicht worden, unterstreicht der Staatsanwalt.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen