Renzler verweist auf die Wichtigkeit der Arbeitnehmer in Bozen

Bauern machen gegen Kofler Peintner als Bozner Stadträtin mobil

Montag, 22. Juni 2015 | 17:52 Uhr

Bozen – Der Vorsitzende der SVP-Arbeitnehmer und Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler zeigt sich sehr verwundert über die Stellungsname von Peter Warasin in der heutigen Ausgabe des Tagblatts Dolomiten betreffend die Zusammensetzung des Bozner Stadtrates. Die Aussage von Peter Warasin sei laut Helmuth Renzler nicht nur mehr als verwunderlich, sondern außerdem sehr aufschlussreich über die Gesinnung einiger Mitglieder des SVP-Koordinierungsausschusses der Stadt Bozen.

„Verwunderlich deshalb, weil Warasin behauptet die SVP müsste in Bozen zwei Stadträte, welche der Wirtschaft und den Bauern nahestehen, in den Stadtrat entsenden, denn wenn eine Arbeitnehmerin einen solchen Stadtratsposten bekleiden würde, die Bozner Stadtregierung zu weit nach links abdriften würde.  Warasin vergisst dabei aber wohlweislich, dass zwei Drittel der Bozner Bürger Arbeitnehmer sind und als solche ein Recht darauf haben, im Stadtrat vertreten zu sein. Dies gilt besonders für die SVP, denn es wäre für diese Partei katastrophal wenn die Arbeitnehmer der Stadt Bozen das Gefühl erhielten, von der Bozner Gesamtpartei nur als Stimmenbeschaffer missbraucht zu werden“, so Renzler.

Warasin brauche sicherlich nicht zu befürchten, dass Bozen zu sehr nach links abdriftet, wenn Judith Kofler Peintner weiterhin Stadträtin bleibt, denn die Wirtschaft und die Bauern seien durch den Vizebürgermeister Klaus Ladinser bestens vertreten, fügt Renzler hinzu.

Zu befürchten sei seiner Meinung hingegen, dass die Stadt Bozen ohne eigene SVP-Arbeitnehmer-Vertreter im Stadtrat sehr leicht nach rechts abrutschen könnte und eine Koalition bzw. Zusammenarbeit mit rechtextremen Parteien, wie etwa der Lega Nord angestrebt wird. „Dies kann es nicht sein und die Bozner SVP-Vertreten wären gut beraten, wenn sie sich darauf besinnen würden, welche negativen Folgen für die deutschsprachige Bevölkerung eine solche Zusammenarbeit mit rechten Parteien mit sich bringen würde. Warasin sollte aus der Geschichte und der Vergangenheit diesbezügliche Lehren ziehen. Ob nun Judith Kofler Peintner in den Stadtrat oder eine andere Arbeitnehmervertreterin in den Bozner Stadtrat einziehen wird, das muss der Bozner SVP-Koordinierungsausschuss entscheiden aber auf keinem Falle darf es dazu kommen, dass nur Wirtschaftsvertreter für die SVP in den Bozner Stadtrat einziehen. Zu bedenken gilt aber auch noch, dass die SVP eine Frau entsenden sollte, da ja immerhin die Frauen beinahe die Hälfte der SVP-Fraktion im Bozner Gemeinderat stellen. Eine Nichtberücksichtigung der Frauen wäre somit eine klare Diskriminierung und dies ist weder im Interesse der SVP noch der SVP Frauen noch der SVP-Arbeitnehmer. Judith Kofler Peintner ist eine Frau und gleichzeitig eine aktive, aber sicherlich nicht dem extremen linken Lager zuzuordnende Arbeitnehmerin und somit die geeignete Person welche allen diesen Erfordernissen gerecht wird. Sie ist somit die ideale Lösung für die Besetzung eines Bozner Stadtrates“, so der Vorsitzende der SVP-Arbeitnehmer und Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen