Diskussion zu Benko-Projekt

Benedikter für “unbelasteten Neustart”

Donnerstag, 23. Juli 2015 | 13:02 Uhr

Bozen – Ein Projekt, das eine Stadt derart entzweit, das auf allen Ebenen Widerstand hervorruft, ein solches Projekt kann schon aus diesem Grund nicht stadtverträglich sein. Diese Überzeugung trug gestern zumindest der Vertreter von Projekt Bozen, Rudi Benedikter, im Gemeinderat vor.

Bis heute muss der Gemeinderat eine Entscheidung treffen. Die Diskussion war bislang emotional aufgeladen.

„Dieses Projekt ist nicht stadtverträglich, da es vom Typus und von seiner Dimension her alle Maßstäbe Bozens sprengt – ihre Handelsstruktur, und den urbanistischen, verkehrstechnischen und gerade auch den politischen Rahmen unserer Stadt. „Ja zu Benkos“, das hieße: Kaufhaus gerettet, Stadtpolitik im Chaos! Mit einem Ja zu Benko würde Bozens Regierbarkeit auf dem Altar eines internationalen Finanzhais geopfert“, so Benedikter.

Ein „Nein zu Benko“, hingegen, müsse Benedikters Ansicht nach keineswegs Stillstand bedeuten . – „im Gegenteil: Die Regierung bleibt im Sattel, ein unbelasteter Neustart wird möglich, bei der die Stadt die Zügel in der Hand behält. Vom Benko-Klotz befreit, könnte die Stadt Bozen (mit der jährlichen Extra-Dividende von zehn Millionen Euro aus der Fusion von Etschwerken und SEL) endlich das Mobilitätszentrum Bahnhofareal anpacken, in diesem Kontext auch das Planquadrat Autobusbahnhof modernisieren und sogar die sanfte Erschließung des Virgls mit einer Seilbahn finanzieren – dies durchaus auch in Modellen der Öffentlich-Privaten-Partnerschaft. Genau das muss die Stadtpolitik wollen und leisten!“, so Benedikter.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen