Laut Landtagsanfrage sind Südtiroler gezwungen, unter italienischer Flagge teilzunehmen

Berufs-WM: Südtiroler können nicht unter Südtiroler Fahne antreten

Dienstag, 28. April 2015 | 16:19 Uhr

Bozen – Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas forderte in einer Landtagsanfrage Auskunft darüber, ob der Landesverband der Handwerker (LVH) finanzielle Beihilfen von Seiten des Staates für die Südtiroler Teilnehmer der Europa- und Weltmeisterschaften der Berufe erhält und die Teilnehmer deshalb verpflichtet seien, unter italienischer Flagge anzutreten.

Laut einer Pressemitteilung der Freiheitlichen verneinte dies Landeshauptmann Arno Kompatscher in seiner Antwort. Der LVH habe bis heute für die Teilnahme von Südtiroler Kandidaten an den Europa- und Weltmeisterschaften der Berufe keinerlei finanzielle Beihilfen vom Staat erhalten. Weiters habe Kompatscher entgegnet, dass die Teilnahme an diesen Wettbewerben nur Staaten gestattet sei und nicht einzelnen Regionen eines Staates. Bei Siegerehrungen werde die italienische Flagge gehisst. Die Verwendung der Südtiroler Fahne oder anderer Fahnen im außerinstitutionellen Teil der Veranstaltung sei jedoch jedem Teilnehmer erlaubt.

Auf Blaas‘ Frage hin, ob die Landesregierung sich dafür einsetzen werde, dass Südtiroler Sportler in Zukunft unter der Südtiroler Fahne antreten können, habe Kompatscher geantwortet, dass sich die Landesregierung dafür nicht einsetzen könne. Blaas forderte zudem Auskunft über die Geldsummen, die das Land Südtirol für die Teilnahme an den Europa- und Weltmeisterschaften der Berufe zur Verfügung gestellt hat. Kompatscher habe bekannt gegeben, dass im Jahr 2010 ein Betrag von 245.050 Euro, 2012 ein Betrag von 255.100 Euro und 2013 ein Betrag von 19.300 Euro ausbezahlt wurde. In den Jahren 2011 und 2014 wären hingegen keine Landesbeiträge ausbezahlt worden, so die Freiheitlichen abschließend.

Von: ©mh