44 Prozent der finanziellen Sozialhilfe gehen an Nicht-EU-Bürger

Besteht eine soziale Schieflage?

Mittwoch, 17. Juni 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – 44 Prozent der finanziellen Sozialhilfe gehen an Nicht-EU-Bürger. Dies betonten die Freiheitlichen gestern bei einer Pressekonferenz. Die Zahlen haben die Freiheitlichen über eine Landtagsanfrage ermittelt.

2014 waren es laut Landesrätin Martha Stocker 46,682 Millionen Euro, die für die Sopzialhilfe ausgegeben wurden, wobei 33,038 Millionen in Beiträge für Miete und Wohnnebenkosten flossen. Für das soziale Mindesteinkommen gab das Land 10,836 Millionen Euro aus. Für den Unterhaltsvorschuss waren es 2,3 Millionen, für Sonderleistungen 1,6 Millionen. Dann folgen Beiträge zur Aufrechterhaltung des Familienlebens (338.00 Euro), Taschengeld (236.00 Euro) sowie der Hausnotrufdienst (26.000 Euro).

4.477 Haushalte lebten 2014 unter der Armutsgrenze, da sie das soziale Mindesteinkommen beantragt haben. 1.972 waren Nicht-EU-Bürger.

Die Freiheitlichen kritisierten den hohen Anteil, da die Zuwanderer in der Bevölkerung nur sechs Prozent ausmachen.

Obwohl die Einwanderer das Wohngeld sehr stark beanspruchen, profitieren sie von anderen Bereichen der Wohnförderung, wie die Beiträge für Ankauf oder Sanierung, fast überhaupt nicht, da sich einen Wohnungskauf gar nicht leisten können, berichtet das Tagblatt Dolomiten. Anders als es die Freiheitlichen glauben machen wollen, kommen die Südtiroler unterm Strich also nicht zu kurz.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen