Vorwurf: Von psychisch labiler Frau 4.000 Euro geliehen

Betrug: 47-Jähriger zu drei Jahren Haft verurteilt

Mittwoch, 01. April 2015 | 19:07 Uhr

Leifers – Ein 47-Jähriger, der ursprünglich aus Reggio Calabria stammt, aber seit Längerem bereits in St. Jakob in Leifers wohnt, wurde wegen Betrugs zu drei Jahren Haft verurteilt. Laut einem Bericht von Alto Adige online soll er eine Frau in den mittleren Jahren, deren psychischer Zustand labil ist, dahingehend beeinflusst haben, dass sie ihm 4.000 Euro leiht.

D. B. ist bereits wegen anderer Vermögensdelikte vorbestraft. Zudem soll er die Frau verleitet haben, bei einer Bank eine Bürgschaft von weiteren 11.000 Euro zu übernehmen. Ihm wurde Übervorteilung einer geistig Umnachteten vorgeworfen.

Neben der Haftstrafe hat ihm das Gericht ein Bußgeld von 3.000 Euro aufgebrummt. Der Vorfall selbst soll sich am 29. September 2008 zugetragen haben. Der Angeklagte verteidigte sich, indem er behauptet hatte, dass er die Frau nicht kenne.

Im Verlauf des Verfahrens legten die Angehörigen des mutmaßlichen Opfers klinische Attests vor, die belegten, dass die Frau unter einer Form von Schizophrenie leide und daher nur bedingt Gegenwehr leisten könne, wenn sie jemand um Hilfe bitte.

Die Anklage ging davon aus, dass der Mann sich als Unternehmer ausgegeben und genau diese Schwäche ausgenutzt habe. Ein enger Verwandter bemerkte, dass vom Konto der Frau Geld abgehoben worden war, und erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.

Die Verteidigung kündigte nach der Verhandlung an, in Berufung zu gehen und das Urteil anzufechten.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen, Überetsch/Unterland