"Abstand vor Geschäften und Lokalen soll festgelegt werden"

Bettelei in Meran: hds fordert “strengeres Verbot”

Freitag, 10. Juli 2015 | 10:07 Uhr

Meran – Die Meraner Ortsgruppe des hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol fordert in einer Aussendung, dass die Gemeindeverwaltung das bestehende Bettelverbot in der Passerstadt strenger handhabt. „Es kann nicht sein, dass Passanten und Gäste kontinuierlich von Bettlern in einer sehr aufdringlichen Art und Weise angesprochen und vor Geschäften sowie öffentlichen Lokalen regelrecht belästigt werden“, betont hds-Ortsobmann Gundolf Wegleiter.

Die Bettelei auf öffentlichen Plätzen und Straßen gehöre eingeschränkt und entsprechend kontrolliert. Es handle sich dabei zum Großteil um organisiertes Betteln, gegen das sehr wenig getan wird. „Meran ist eine anerkennte Tourismusdestination, wo Merkmale wie Wellness, Gesundheit und Wohlbefinden im Mittelpunkt stehen. Daher schadet die Bettelei dem Image der Stadt“, so Wegleiter.

Der hds wünsche sich ein strengeres Verbot, so wie es vor kurzem die Stadt Bozen erlassen habe. Gefordert wird etwa, dass der Abstand vor Geschäften und Lokalen in der bestehenden Verbotsbestimmungen genau festgelegt wird. „Die konkrete Festlegung eines Abstandes lässt keinen Interpretationsspielraum zu. Es wäre aus unserer Sicht daher sinnvoll, das Betteln generell im Umkreis der Geschäfte bis z.B. auf drei Metern zu verbieten. So wie das eben die Gemeinde Bozen gemacht hat“, erklärt Wegleiter. Zudem solle das Betteln nicht mit Hilfe von Tieren ausgeübt wird. „Das Betteln mit Tieren ist aus sozialen Gründen und Gründen des Tierschutzes absolut abzulehnen. Eine entsprechende Ergänzung in der Verordnung von Meran wäre daher ebenso sinnvoll“, so der hds-Ortsobmann weiter.

Der Aufruf gehe aber auch abschließend an die Bevölkerung: „Wir laden alle Bürger ein, kein Almosen den Bettlern auf Straßen und öffentlichen Plätzen zu geben, sondern den bedürftigen Menschen vielmehr durch die vorgesehenen Einrichtungen und Vereine zu helfen“, so Wegleiter.

Von: ©lu

Bezirk: Burggrafenamt