Aktionsplan "Bienen" soll ausgearbeitet werden

“Bienensterben vorbeugen”

Freitag, 05. Juni 2015 | 11:20 Uhr

Bozen – Um dem Bienensterben und seinen Folgen vorzubeugen, muss der Lebensraum der Bienen durch gezielte Maßnahmen verbessert werden, fordert der Landtagsabgeordnete Albert Wurzer.

Dazu soll ein Leitfaden ausgearbeitet werden. Die Veröffentlichung dieses Leitfadens und seine Implementierung in die einzelnen Bereiche soll zu einer qualitativen Verbesserung des Bienenhabitats und zur geeigneten Ausweitung von Bienenweiden führen. Dies fordert Landtagsabgeordneter Albert Wurzer als Erstunterzeichner in einem Beschlussantrag an den Südtiroler Landtag.

„Bienen sind wertvolle und schützenswerte Nutztiere. Vor allem wegen ihrer unersetzbaren Bestäubungsleistung muss alles unternommen werden, das Bienenhabitat zu verbessern und einem weiteren Bienensterben entgegenzuwirken. Vom einzelnen Balkongärtner, über den Landwirt bis hin zu Gemeinden und Land können alle Akteure einen Beitrag leisten", ist Landtagsabgeordneter Albert Wurzer überzeugt.

„Insofern muss auch die Politik in diesem komplexen System das unternehmen, was sie zu leisten imstande ist z. B. einen bereichsübergreifenden Leitfaden zu erarbeiten, der mit koordinierten Maßnahmen allen Akteuren gleichermaßen dienlich ist", sagt Wurzer.

Er fordert deshalb zusammen mit den Landtagsabgeordneten Sepp Noggler und Maria Kuenzer in einem Beschlussantrag den Südtiroler Landtag auf, die Landesregierung zur Ausarbeitung eines solchen Leitfadens zu verpflichten, welcher vor allem auf die Sensibilisierung der Thematik abzielt. „Darin sollten auch allgemeine Maßnahmen ihren Platz finden: So sollten beispielsweise in der Nähe von Sport- und Kinderspielplätzen keine Bienenweiden erstellt werden, um die Gefahr des Stechens zu vermeiden. Mulchen in den Tagesstunden sollte vermieden oder Pflanzenschutzmittel sollten erst am Ende des Bienenfluges ausgebracht werden. Alle Akteure – sprich Gemeinden, Landesabteilung für Wasserschutzbauten und Forstwirtschaft, Agronomen, Biologen, Gärtnervereinigungen, Südtiroler Imkerbund, Südtiroler Bauernbund, Beratungsring für Obst- und Weinbau usw. sollten miteinbezogen werden. Dieser Leitfaden muss für die Abteilungen des Landes als verpflichtender Richtwert gelten und allen Gemeinden und anderen Interessierten als Empfehlung weitergeleitet werden", sagt Wurzer.

Von: lt

Bezirk: Bozen