War Riccardo Strazzer zurechnungsfähig?

Bluttat in Meran: Gutachten beantragt

Mittwoch, 09. September 2015 | 12:00 Uhr

Meran/Bozen – Ein Gerichtsgutachter soll klären, ob der 58-jährige Riccardo Strazzer zurechnungsfähig war, als er eigenen Angaben zufolge in der Nacht auf den 7. August in einer Wohnung in der 4.-November-Straße in Meran den 43-jährigen Peter Cristina erstochen hat. Laut einem Bericht des Tagblatts Dolomiten verlangt Verteidiger Nicola Nettis ein solches Gutachten im Rahmen des Beweissicherungsverfahrens.

Bei der Autopsie am Leichnam von Cristina waren drei Stichverletzungen festgestellt worden, wobei ein kräftiger Messerstich ins Herz zum Tod geführt haben soll.

Bekanntlich konnte sich Strazzer daran nicht mehr erinnern, als er Staatsanwalt Andrea Sacchetti Rede und Antwort stand. Er erklärte lediglich, dass er Cristina einen Stich in die Achselhöhle zugefügt habe.

Außerdem erneuert Nettis seinen Antrag auf professionelle Hilfe für seinen Mandanten, der derzeit im Bozner Gefängnis in U-Haft sitzt. Als Strazzer sein Geständnis abgelegt hat, erklärte er, mit dem Mordopfer den ganzen Tag über in Meran von Lokal zu Lokal gezogen zu sein und eine sehr große Menge an Wein konsumiert zu haben.

Am Abend sei es dann in der Wohnung Cristinas, wo auch er oft übernachtete, zu einem heftigen Streit gekommen, der mit dem Tod von Cristina endete.

Wie berichtet hat Strazzer kurz nach der Bluttat selbst in verwirrtem Zustand die Rettungskräfte verständigt.

Von: ©mk