Bäckerei Grandi hat Schreiben nicht unterzeichnet

Bozen: Kaufleute rebellieren gegen SVP-Wirtschaft

Freitag, 19. Juni 2015 | 07:13 Uhr

Bozen – 20 Kaufleute aus der Landeshauptstadt sollen den Bozner Vertretern der SVP Wirtschaft ein gesalzenes Schreiben zukommen lassen haben. „Die Verantwortlichen im Wirtschaftsausschuss sollen die Konsequenzen aus dem Misserfolg ziehen und durch ihren Rücktritt den Weg frei für einen Neuanfang machen“, steht Medienberichten zufolge in dem Brief.

Grund für die Aufforderung zum Rücktritt ist die Unterstützung des Benko-Projekts der vier SVP-Wirtschaftsvertreter bei den vergangenen Gemeinderatswahlen. Laut den Kaufleuten sei dies „unverantwortlich und politisch unzulässig“ gewesen, weil der Der Bozner SVP Wirtschaftsausschuss damit den lokalen Wirtschaftstreibenden in den Rücken gefallen sei – zugunsten eines auswärtigen Großinvestors.

Die zwanzig Kaufleute fordern nun personelle Konsequenzen. Dass im Ausschuss die falschen Leute sitzen, habe sich auch durch das schlechte Abschneiden bei den Wahlen gezeigt. Abgesehen von Klaus Ladinser sei keiner der präsentierten Kandidaten gewählt worden.

Zu den zwanzig Unternehmen gehören unter anderem die Bekleidungsgeschäfter Globus, Kastner und Rizzolli und die Metzgerei Egger. Aber auch das Spielwarengeschäft Gutweniger sowie der Haushaltsladen Schönhuber Franchi und die Schmuckboutique Ranzi haben das Schreiben unterzeichnet.

Richtigstellung: Bäckerei Grandi hat Schreiben nicht unterzeichnet

Wie irrtümlich am Donnerstag wiedergegeben, fordert die Bäckerei Grandi nicht den Rücktritt von Mitgliedern des SVP-Wirtschaftsausschusses. Die Verantwortlichen der Bäckerei erklären, dass sie über die Existenz eines derartigen Schreibens nicht informiert sind und es auch kein Treffen mit anderen Kaufleuten gegeben habe. 

Von: ©mk

Bezirk: Bozen